Leipziger stechen alle aus

Lutz Albrecht (links) und Axel Thier, Geschäftsführer der Leipziger Firma "Fantastic Caetring", zusammen mit Dagmar Voß, Geschäftsführerin der Landesgartenschaugesellschaft.l

Rosenheim - Die heimische Wirtschaft soll profitieren. Dies ist eines der erklärten Ziele der Landesgartenschau, die im April beginnt. Heimische Firmen liefern auch tatsächlich Bier und Fleisch. Bei der Gastronomie kommt hingegen ein Leipziger Unternehmen zum Zuge.

Rosenheim - Der Gastronomieexperte "Fantastic Caterer" rückt aus Sachsen jedoch nicht mit eigenen Arbeitskräften an. Die beiden Geschäftsführer Lutz Albrecht und Axel Thier bringen vor allem logistisches Wissen und die Erfahrung mit, erworben unter anderem bei drei Landesgartenschauen außerhalb Bayerns. Das gesamte Servicepersonal wollen sie aus der Region rekrutieren.

Nach Ausschreibungen im Oberbayerischen Volksblatt und im Bayerischen Staatsanzeiger meldeten sich 25 Bewerber, die sich zutrauten, knapp sechs Monate lang an Spitzentagen bis zu 10.000 Gäste gastronomisch zu versorgen, an vier Standorten im Gelände. 25 Interessenten forderten die Bewerbungsunterlagen an. Am Ende blieben sechs Bewerber übrig, die die Bedingungen der Landesgartenschau-Gesellschaft erfüllt hätten und ihre Konzepte und Pachtangebote dem Aufsichtsrat vorstellten.

Gastronomische Stationen sind am Innspitz, am Mühlbachbogen, bei den Innterrassen und im Mangfallpark Süd geplant. Das reicht vom 600-Personen-Zelt bis zum Café mit Kiosk. 1600 Sitzplätze innen und etwa 600 Plätze außen sind vorgesehen. Diese können bei gutem Wetter im Lauf des Tages alle mehrmals besetzt sein. Darauf müssen sich die Gastronomen genauso vorbereiten wie auf schwache Nachfrage bei schlechtem Wetter. Viel Erfahrung in der Großgastronomie, hohe Flexibilität und eine große Basisausstattung an mobilen Küchen, Theken und Kassen - dies waren die Voraussetzungen, um in die nähere Wahl zu kommen.

Die großen Rosenheimer Wiesn-Wirte hatten sich nicht beworben. "Vermutlich wegen der Terminkollision mit dem Herbstfest", mutmaßt Pressesprecherin Claudia Bultje-Herterich. Aus dem Landkreis und der Chiemseeregion kamen zwei Bewerber, denen allerdings einschlägige Erfahrung mit solchen Großereigenissen fehlte.

Zwei Unternehmen blieben für das Finale übrig, das eine aus dem sächsischen Leipzig, das zweite gleichfalls aus dem Osten Deutschlands. Auch dieses war nach den Worten von Dagmar Voss zuvor schon auf Landesgartenschauen vertreten. Was schließlich dem Aufsichtsrat besonders gefiel und den letzten Ausschlag gab, war, dass sich die Leipziger sehr intensiv mit den Rosenheimer Gegebenheiten beschäftigt hatten. Sie hätten ein auf das Gelände bestens abgestimmtes Konzept vorgelegt.

Ihren Durst können die Gäste der Landesgartenschau mit heimischem Bier löschen. Die beiden Geschäftsführer der "Fantastic Catering" haben bereits Verträge mit der Auer- und der Flötzingerbrauerei abgeschlossen. Das Fleisch liefert mit der Fleischwarenfabrik Paul Hilger ebenfalls ein einheimisches Unternehmen, das noch dazu praktischerweise direkt neben dem Landesgartenschau-Gelände liegt: Frischer und flexibler geht es nicht.

bi/re/Oberbayerisches Volksblatt

www.rosenheim2010.de

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