TRANSPORTUNTERNEHMER BERICHTET

Lockdown sorgte für Umsatz-Plus: Rosenheimer Logistikunternehmen unter „Bayerns Best 50“

Bereit zum Transport: Mit 158 Lkws beliefert die Befrachtungs- und Transportkontor GmbH die Region.
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Bereit zum Transport: Mit 158 Lkws beliefert die Befrachtungs- und Transportkontor GmbH die Region.

Mitunter war es das Klopapier, mit dessen Transport die Rosenheimer Befrachtungs- und Transportkontor GmbH (BTK) ein stetiges Wachstum erreicht hat. Geschäftsführer Josef Heiß zieht jetzt seine Corona-Bilanz und schaut zufrieden auf ein kurioses Jahr zurück.

Rosenheim – „Es ist ein schönes Ende eines kuriosen Jahres“, fasst der Geschäftsführer der Befrachtungs- und Transportkontor GmbH (BTK), Josef Heiß, die vergangen zwölf Monate zusammen. Er wurde mit seiner Firma vom Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie für „Bayerns Best 50“ ausgezeichnet (Paid-Artikel OVB-Online). Aufgrund der steigenden Nachfrage an Lieferung und Lagerung von Produkten während des Lockdowns kam das Rosenheimer Unternehmen gut durch die Corona-Phase und auch jetzt gibt es durch die verschärften Maßnahmen wieder viel Arbeit.

Unternehmen ist in der Region verankert

Ist optimistisch: BTK–Geschäftsführer Josef.

Vor zehn Jahren begann das bereits 1939 gegründete Unternehmen sich im Rosenheimer Landkreis zu etablieren. Mit dem Logistikzentrum in Raubling entstand der Grundstein für die heutigen 19 000 Quadratmeter Lagerfläche. Mittlerweile ist man eng mit der Region verbunden und kümmert sich um einige der größten Rosenheimer Firmen. „Die Arbeit im Landkreis ist uns, gerade was die Lagerung betrifft, extrem wichtig“, berichtet Heiß. Egal ob für die neusten Kochplatten von Bora aus Raubling, dem Spezi der Flötzinger-Brauerei aus Rosenheim oder den Schutzfolien von RKW aus Wasserburg. Für alle Bedürfnisse biete die BTK die passende Lagerfläche.

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Mit dieser Philosophie ist das ehemalig reine Transportunternehmen stetig gewachsen und hat mittlerweile rund 310 Mitarbeiter, wovon 100 in der Rosenheimer Zentrale arbeiten. Dieses Wachstum war auch der Grund für die Auszeichnung der „Bayerns Best 50“. Unter 8 000 mittelständischen Unternehmen hat sich die BTK nach 2009 bereits zum zweiten Mal durchgesetzt.

Rosenheimer Unternehmen als „Vorbild für die Wirtschaft“

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger lobt bei der aufgrund von Corona nur virtuell stattfindenden Bekanntgabe „den Vorbildcharakter für die gesamte bayerische Wirtschaft“, den die wachstumsstarken Preisträger besitzen. Für Geschäftsführer Heiß ist das eine hohe Wertschätzung, die ihm gerade im Umgang mit der aktuellen Corona-Situation bestätigt. Mit 40 neuen Computern schickte man während des Lockdowns 85 Prozent der Mitarbeiter ins Homeoffice und versuchte, dem gestiegenen Bedarf an Lebensmitteln und Hygieneartikeln gerecht zu werden. Besonders die Verteilung von Klopapier gestaltete sich für Heiß im Frühjahr äußerst schwierig: „Wir liefern Hygieneprodukte an diverse Standorte in der gesamten Region und haben den Engpass dadurch an vorderster Front mitbekommen.“ Auch der zeitweise nur erschwert mögliche Transport über die deutschen Grenzen hinaus habe für Schwierigkeiten gesorgt.

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Mit zusätzlichen Lastwagen konnten die 180 Fahrer nach den Worten von Heiß letztendlich die um rund 30 Prozent gestiegene Nachfrage bewältigen.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen sieht sich der Industriekaufmann auch für die aktuelle Lage gut gerüstet. Auch wenn die verschärften Corona-Maßnahmen auf den sowieso schon erhöhten Konsum rund um Weihnachten und den Jahreswechsel trafen, habe man keine Schwierigkeiten gehabt, die Unternehmen rechtzeitig zu beliefern. Heiß ist daher zuversichtlich, dass er auch in diesem Jahr am Wachstum seiner Firma arbeiten kann und betont gleichzeitig, wie wichtig es sei, positiv in die Zukunft zu blicken: „Solange das Internet nicht ausfällt, werden wir schon irgednwie durch die Corona-Phase kommen. Irgendwann scheint schließlich immer ein Licht am Ende des Tunnels.“

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