Tschernobyl-Mahnwache erinnert an Katastrophe

Rosenheim - Greenpeace organisierte zur Erinnerung an die Katastrophe von Tschernobyl eine Mahnwache. 70 Anwesende beteiligten sich daran.

Am Montagabend, dem 28. April, fand auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz die alljährliche Mahnwache zum Thema Kernenergie statt. Dieses Jahr erinnerten die knapp 70 Anwesenden an die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, die vor 28 Jahren stattfand.

Ein Bündnis aus Bund Naturschutz, Greenpeace, Infogruppe, Attac und den Parteien ÖDP, Grüne, SPD und Jusos trug auch heuer die Kundgebung. Organisiert wurde sie von Greenpeace, die Moderation übernahm Justus Dallmer.

Mahnwache in Rosenheim zur Erinnerung an Tschernobyl-Nuklearkatastrophe.

Besonders die Greenpeace-Jugend brachte sich bei der Mahnwache mit Redebeiträgen ein. Gedichte sowie Fakten über Atomenergie und den GAU am 26. April 1986 in der Ukraine wurden vorgetragen. Pünktlich zur Schweigeminute erklangen auch die Rosenheimer Kirchenglocken. Für die Veranstalter war klar: Atomenergie ist weder wirtschaftlich, wenn man alle volkswirtschaftlichen Folgekosten mit einbezieht, noch nachhaltig und außerdem höchst gefährlich. Dies habe auch die Katastrophe von Fukushima 2011 erneut belegt.

Zahlreiche Redner forderten deshalb eine konsequentere Energiewende von den politisch Verantwortlichen. Außer dem Atomausstieg verlangten sie ein Umdenken bei Konsum, Ressourcenverbrauch und Wachstumsdogma. Strom müsse zuerst gespart und dann lokal, dezentral und aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung lud die ÖDP zu einem kritischen Vortrag über den Euratom-Vertrag mit dem Salzburger Professor Heinz Stockinger im Flötzinger-Stüberl ein.

Pressemitteilung Greenpeace Rosenheim/Attac Rosenheim

Rubriklistenbild: © Greenpeace Rosenheim/Attac Rosenheim

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