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Mehr als nur Brot und Butter: Das ist bei der Schmankerlstraße in Rosenheim geboten

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Von: Alexandra Schöne

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Wenn Landwirte Stände und Pavillons am Ludwigsplatz aufbauen und Milch- sowie Bierköniginnen durch Rosenheims Straßen streifen, ist klar: Die Schmankerlstraße beginnt. Trotz Pandemie wird sie am Freitag, 24. September, zum 24. Mal eröffnet. Das steht auf dem Programm.

Rosenheim – Für Georg Loferer ist die Schmankerlstraße der Höhepunkt im Bauernherbst. Heuer wird er zum fünften Mal dabei sein und auf dem Ludwigsplatz seine Kürbisse ausbreiten. 50 bis 60 Sorten habe er normalerweise dabei – in verschiedenen Farben und Formen sowie mit unterschiedlicher Verwendung. Loferer sieht den Markt als Chance zum „Sehen und Gesehen werden“. „Es ist ein schöner Markt, weil dort öffentlich die Vielfalt beworben wird, die es im Landkreis gibt“, sagt er.

Fisch aus den regionalen Seen

Neben seinen Kürbissen gibt es am Freitag von 10 bis 15 Uhr Milch, Honig und Fleisch von lokalen Produzenten zu kaufen. Aber auch Fischer von den umliegenden Seen, Schnapsbrenner und die drei Rosenheimer Brauereien Flötzinger, Auerbräu und Maxlrain bieten ihre Waren an. Außerdem sind die Bäcker- und die Metzgerinnung vor Ort. Der Obst- und Gartenbauverein sowie verschiedene Hofläden runden das Angebot ab.

Insgesamt 25 Stände sind laut Bauernverband-Geschäftsführer Josef Steingraber geplant. Das sind immerhin mehr als im vergangenen Jahr, aber im Umfang ist die Schmankerlstraße immer noch deutlich reduziert. Steingraber ist jedoch froh, dass der Markt überhaupt stattfindet. „Lange stand er auf der Kippe, die Planungen waren schwierig. Aber wir haben uns gedacht: Ein regionaler Markt, das muss doch möglich sein.“

Keine Führungen für Schulkinder

Was nicht möglich ist und normalerweise vor allem für Kinder ein Höhepunkt: Kühe und Schafe zum Streicheln. Man wolle Andrang und Gruppenbildung vermeiden, sagt Steingraber. Stattdessen brächten Imker ihre Bienen mit, die zwar nicht zum Anfassen geeignet sind, aber immerhin zu Demonstrationszwecken. Auch Schulklassen- und Kindergartenführungen, die Landwirtschaftsschüler organisieren, sind abgesagt. Die Bayerischen Milch- und Wollköniginnen sowie die Honigprinzessin werden aber erwartet.

Die Schmankerlstraße steht 2021 unter dem Motto „Regionales Erleben und Einkaufen“. Eine durchaus naheliegende Devise für einen Bauernmarkt, aber Steingraber und den Organisatoren geht es um mehr. Sie wollen den Trend, dass seit Beginn der Pandemie mehr Menschen beim Produzenten einkaufen, unbedingt bewahren. Der Boom, den Direktvermarkter in den vergangenen Monaten erfahren haben, schwächt sich dem Geschäftsführer zufolge bereits ab. Er verkauft auf seinem Hof in Aising Rindfleisch und erlebt dies selbst.

Lebensmittel in der Heimat produziert

Dieser Entwicklung will er entgegenwirken. Und da die Schmankerlstraße schon immer ein Ort gewesen sei, der die Menschen an die Landwirtschaft in ihrer Heimat erinnert, will er sich diese Chance nicht entgehen lassen.

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