Mehrgenerationenhaus bleibt bestehen

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Alles unter einem Dach lautet das Motto des AWO-Mehrgenerationenhauses an der Ebersberger Straße in Rosenheim

Rosenheim - Aus Berlin kam die erlösende Nachricht, dass mit einer Aufnahme in das Folgeprogramm "Mehrgenerationenhäuser II" gerechnet werden kann.

Fortbestand bis 2014 gesichert

Im Mai 2007 fiel im Rahmen des Programms Mehrgenerationenhäuser des Bundesfamilienministeriums der Startschuss für das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Rosenheim. Die vom AWO-Kreisverband Rosenheim e.V. getragene Einrichtung entwickelte sich in der Folgezeit zur fachlichen Anlaufstelle für die Bedürfnisse, Interessen und das Engagement aller Altersgruppen.

Mit dem Auslaufen des Förderprogramms des Bundesfamilienministeriums Ende 2011 stand der Fortbestand lange auf der Kippe. Erst kurz vor dem Jahreswechsel kam die erlösende Nachricht aus Berlin, dass mit einer Aufnahme in das Folgeprogramm „Mehrgenerationenhäuser II“ gerechnet werden kann. Natürlich ist die Erleichterung und Freude auf Seiten der Verantwortlichen darüber sehr groß. Fördervoraussetzung hierfür war auch eine Kostenbeteiligung durch die Stadt Rosenheim, die mit einstimmigem Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses ihr großes Interesse an der Fortführung der erfolgreichen Arbeit signalisierte. Zusätzliche Schwerpunkte im nun auch aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gespeisten Programm sind „Alter und Pflege“, „Integration und Bildung“ und „Freiwilliges Engagement“.

Projektleiter Klaus Schindler: „Mit unseren bereits jetzt sehr vielfältigen Angeboten und Engagementbereichen können wir auch der erweiterten Schwerpunktsetzung gut entsprechen.“ Schindler bedauert aber auch die weiterhin fehlende gesetzliche Grundlage für generationsverbindende Angebote. „Der bundesweite Erfolg der Mehrgenerationenhäuser zeigt doch, dass damit ein Bedürfnis der Menschen getroffen wird.“ Das vorherrschende Prinzip von Altersgruppenangeboten, bedarf seiner Meinung nach einer Erweiterung um das Zusammenleben der Generationen zu verbessern. „Solange sich hier auf Seiten der Gesetzgeber nichts verändert, wird diese aus dem üblichen Rahmen fallende Art sozialer Dienstleistungen für den Anbieter immer schwierig zu finanzieren sein. Den offensichtlich vorhandenen, vielfältigen Anforderungen und Bedürfnissen auf die Mehrgenerationenhäuser reagieren und antworten, müssen auch entsprechende Kostenträger zugeordnet werden. Zeitlich befristete und unterfinanzierte Programme können hierbei nicht die Lösung sein.“

Im Mehrgenerationenhaus vereinen sich verschiedene Beratungsstellen mit Kinderbetreuungsangeboten, einer Seniorenbegegnungsstätte und haushaltsnahen Dienstleistungen. Darüber hinaus ist es Veranstaltungsort für Kurse, beheimatet Selbsthilfegruppen und weitere Initiativen. Wöchentlich nutzen damit bis zu 400 Personen – vom Kleinkind bis zum Senior - die Räumlichkeiten und Angebote der Einrichtung an der Ebersberger Straße. Etwa die gleiche Anzahl Menschen wird zusätzlich durch Angebote des Mehrgenerationenhauses außerhalb der Einrichtung erreicht. Mit Projekten wie den Vorlesepaten, der Tafelrunde, Wohnraum für Hilfe, Familienanschluss-Service oder den Schülerpaten engagiert sich das Mehrgenerationenhaus mit mittlerweile knapp 80 Ehrenamtlichen auch ganz bewusst außerhalb des eigenen Standorts, um die Idee der Notwendigkeit generationsübergreifender Kontakte und Unterstützungssysteme flächendeckend verbreiten zu können.

Informationen zum Mehrgenerationenhaus und den aktuellen Angeboten und Projekten erhalten Sie unter der Telefonnummer 08031 / 94137321.

Pressemitteilung AWO Kreisverband Rosenheim

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