Mehrgenerationenhaus Rosenheim

Zeitzeugen berichten über ihre Kindheit

Mehrgenerationenhaus Rosenheim
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Das „Lebendige Geschichtsbuch“ bringt Generationen zusammen: die Zeitzeugen mit den Schülern des Karolinen-Gymnasiums im Mehrgenerationenhaus der AWO.

Rosenheim - Das 150. Jubiläum der Stadterhebung hat sich das Mehrgenerationenhaus der AWO zum Anlass genommen, um Kindern und Jugendlichen die Zeitgeschichte ihrer Stadt näher zu bringen.

Rosenheimerinnen und Rosenheimer, die den zweiten Weltkrieg, den Wiederaufbau oder das Wirtschaftswunder miterlebt haben, besuchen in den nächsten Wochen und Monaten Schulen und berichten aus ihrer Kindheit in Rosenheim.

Begleitet werden diese dabei von Ariane Steinmeyer, die im Mehrgenerationenhaus dieses Projekt durchführt.

Finanziell unterstützt wird das Zeitzeugen-Projekt von der Kultur- und Sozialstiftung des Oberbürgermeisters Dr. Michael Stöcker.

Seit letzten Herbst wurden „lebende Zeitzeugen“ gesucht, 15 Seniorinnen und Senioren haben sich gemeldet.

Alt und Jung lernen voneinander

Vergangene Woche startete das Projekt „Lebendiges Geschichtsbuch – Rosenheimer Zeitzeugen“ des Mehrgenerationhauses nun offiziell mit einem Treffen der Zeitzeugen. Unterstützung erhielt Steinmeyer durch das Karolinen Gymnasium. Bei der Auftaktveranstaltung hatten Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Oral History“ der 11. Klasse die Möglichkeit, mit den Rosenheimer Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen und durch die lebendigen Erzählungen einen tiefen Einblick in die Geschichte von Rosenheim zu bekommen. Die Seminargruppe des Karolinen- Gymnasiums wird die Geschichten der Zeitzeugen dokumentieren und auch für die Nachwelt zugänglich festhalten.

Aber auch für die Zeitzeugen bietet sich durch das Projekt die Möglichkeit Einblicke in die heutige Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu bekommen. Beim ersten Zusammenkommen der Zeitzeugen mit den Schülern ergaben sich auch gleich intensive Gespräche. So erfuhren die Schüler, dass ihr Schulgebäude, das heutige Karolinen- Gymnasium, früher mal als Lazarett genutzt wurde.

Überrascht zeigte sich so mancher Senior, dass heute bis zur Führerscheinprüfung eine Vielzahl von Fahrstunden und enorme Kosten anfallen – erinnerten sie sich doch daran, dass sie sich selbst teilweise nur durch Erfahrung beim Traktorfahren für das Lenken eines KfZ, Motorrads oder LKW´s qualifizierten und die Prüfung aus dem Durchfahren eines Slalom-Parcours bestand.

Weitere Informationen gibt es im Mehrgenerationenhaus des AWO-Kreisverbands Rosenheim unter 08031/94137321.

Pressemitteilung Mehrgenerationenhaus Rosenheim

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