Jede Barriere ist eine zu viel

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Die Behindertenbeauftragten der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Christine Mayer und Anita Read.

Rosenheim - Mit ihrem Messestand machten die örtlichen Behindertenbeauftragten auf eine prekäre Lage aufmerksam: Barrierefreiheit gibt es noch lange nicht überall.

Unter dem Motto "Jede Barriere ist eine zu viel" unterstütz die Aktion Mensch die beiden Behindertenbeauftragten der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Christine Mayer und Anita Read, um für die Bedürfnisse behinderter Menschen auf der Neuen Messe in Rosenheim zu sensibilisieren.

„Barrierefreiheit ist längst noch nicht Alltag eines jeden Menschen mit Behinderung“, erklärte Mayer, die Behindertenbeauftragte der Stadt. „Von der Freizeit bis hin zur Ausübung eines Berufs – eine Welt ohne Hindernisse, hat viele Aspekte und ist deshalb oft nicht einfach umzusetzen“, sagt Read, Behindertenbeauftragte des Landkreises. Jeder einzelne Bürger in Stadt und Landkreis ist gefragt, denn Barrierefreiheit lässt sich nicht einfach nur in Zentimeter und DIN Vorgaben erfassen – so einfach geht Zusammenleben nicht.

Auf der Messe Rosenheim werben die beiden Vertreterinnen von Stadt und Landkreis für Offenheit gegenüber behinderten Menschen, Einfühlungsvermögen und Ideenreichtum. Unterstütz werden sie neben der Aktion Mensch auch von der abm, Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien, ein Fernsehsender für Menschen mit und ohne Behinderungen. Die Besucher der Messe konnten kostenlos DVDs mitnehmen. Damit informierte die abm auf unterhaltsame Art über den Alltag behinderter Menschen, deren besonderen Leistungen oder über die Probleme, mit denen sie täglich zu kämpfen haben.

Barrierefreiheit ist für jeden wichtig

Reisen ohne Barrieren, ein Thema nicht nur für behinderte Menschen. Auch Senioren oder junge Familien, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind, freuen sich über schwellenlose Urlaubsorte. Entsprechend groß war das Interesse am Reisemagazin „Grenzenlos“. Informationen über barrierefreien Urlaub im Bayerischen Wald waren der Renner. Viele DVDs gingen über die Theke und keine Frage blieb offen.

Die Lust zum Rätselraten lockte den einen oder anderen Besucher zum Stand der beiden Behindertenbeauftragten. Wie viele Menschen mit Behinderung leben in Deutschland? Wie viele davon haben einen regulären Job? Und, wie viele Kinder mit Behinderungen gehen in eine Regelschule? Spielerisch werden die Besucher in wesentliche Themen der Behindertenpolitik eingeführt. Der Ehrgeiz alle Fragen zu beantworten, hatte zur Folge, dass sich interessante Gespräche rund um das Leben mit Behinderung ergaben.

„In vielen Bereichen ist die Barrierefreiheit kein Thema mehr. In anderen Bereichen gibt es konkrete Ideen und an der Umsetzung wird schon gearbeitet. Viel zu häufig aber bleiben Visionen noch unerfüllt. Dann heißt es Überzeugungsarbeit leisten. Und das ist unser Job“, sagen die beiden Behindertenbeauftragten Christine Mayer und Anita Read, die mit Begeisterung das Interesse der Besucher nutzen, um für bessere Bedingungen für Menschen mit Behinderungen zu werben.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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