Prozess am 2. Februar 2021

Drogenlabor in Rosenheim? - Zwei 37-Jährige vor dem Landgericht Traunstein

Zwei 37-Jährige sollen in einer Rosenheimer Wohnung Drogen für Eigengebrauch und Verkauf hergestellt haben. Sie müssen sich daher vor dem Landgericht Traunstein verantworten.

Traunstein/Rosenheim – Zwei 37 Jahre alte Männer aus Rosenheim müssen sich wegen eines Rauschgiftlabors und einer Litanei von Betäubungsmitteldelikten vor der Zweiten Strafkammer am Landgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs verantworten. Am ersten Verhandlungstag am 14. Januar 2021 belastete einer der Angeklagten mit seinem Geständnis seinen mehrfach vorbestraften mutmaßlichen Mittäter. Dieser wies einen großen Teil der Vorwürfe als unzutreffend zurück. Der Prozess wird am 2. und 4. Februar fortgeführt.

Kripo wird mittels Vertrauensperson auf die Angeklagten aufmerksam

Laut Anklageschrift sollen die beiden Männer im Zeitraum Januar 2019 bis zuletzt Anfang 2020 in der Rosenheimer Wohnung eines der Angeklagten jeweils mindestens 200 bis 250 Milliliter flüssiges Methamphetamin hergestellt haben. Die für die Herstellung des Methamphetamins benötigten Substanzen sollen jeweils auf Anweisung und auf Kosten eines der Angeschuldigten vom anderen in Apotheken oder über Amazon erworben worden sein. „Anschließend stellten die Angeschuldigten hieraus gemeinschaftlich bzw. teilweise arbeitsteilig jeweils flüssiges Methamphetamin her. Das flüssige Methamphetamin wurde sodann jeweils entsprechend des gemeinsamen Tatplanes hälftig zwischen den Angeschuldigten aufgeteilt und war jeweils teilweise zum Eigenkonsum und teilweise zur gewinnbringenden Weiterveräußerung bestimmt“, so die Anklageschrift.

Eine Menge übrig gebliebener „Zutaten“, dazu fast 60 Gramm Kokain, 18 Ecstasy-Tabletten und 36 Gramm Amphetamin, fanden Polizeibeamte in der Wohnung beziehungsweise im Keller. Im Wohnzimmer stießen die Fahnder zudem auf ein Kampfmesser mit 18 Zentimeter langer Klinge. Drei weitere Tatkomplexe galten dem Verkauf von zweimal einem Kilogramm Amphetamin und von kleineren Mengen zwischen Sommer 2019 und Ende März 2020 an verschiedene Abnehmer. Auf die Spur der mutmaßlichen Täter gelangten Drogenfahnder der Kripo Rosenheim „auf Hinweis einer Vertrauensperson“, erläuterte einer der Polizeizeugen. Durch Überwachungen hätte sich der Verdacht verdichtet.

jb

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Schlueter

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