Migranten-Quote gefordert

Darum wollen die Grünen die "Migranten-Quote"

Rosenheim - Braucht die Stadtverwaltung eine "Migranten-Quote"? Eine breite Mehrheit unserer User ist dagegen. Nun begründet ein Grünen-Stadtrat den Antrag:

UPDATE 11.15 Uhr:

rosenheim24.de befragte Franz Opperer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, zu dem "Migranten-Quoten"-Antrag seiner Fraktion.

Wie am Donnerstagmorgen berichtet, fordern die Grünen den Anteil städtischer Angestellter mit Migrationshintergrund auf den durchschnittlichen Anteil der Gesamtbevölkerung in der Stadt anzuheben. Dieser Schritt hin zu einer "interkulturellen Stadtverwaltung" solle bis 2020 umgesetzt sein.

Mehr Empathie für Flüchtlinge

"Wir müssen einfach auf die zu erwartenden Flüchtlingswellen reagieren und womöglich können Migranten sich besser in die Situation der Flüchtlinge und Asylbewerber hineinversetzen", so der Stadtrat im Gespräch mit unserer Redaktion. 

Der Antrag der Grünen:
PDF-Datei

„Die Qualität der Mitarbeiter würde nicht verloren gehen, man muss die Migranten nur gezielt fördern und auch zur Mitarbeit auffordern. Wir müssen ihnen zeigen: 'Wir wollen euch, arbeitet bei uns!'" Opperer ist sich sicher, dass diese Förderung hohen Anklang finden würde.

Auf unsere Anfrage wollte sich Christian Schwalm, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Rosenheim, nicht zu dem Antrag und der Position der Oberbürgermeisterin dazu äußern. Der Antrag müsse zuerst im dafür zuständigen Ausschuss behandelt werden, erst dann gebe man ein öffentliches Statement ab, so Schwalm.

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mb/mg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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