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Rosenheims OB März und Mühldorfs Landrat Heimerl im Video-Interview

„Je mehr wir uns jetzt zurückhalten, desto kürzer kann dieser Lockdown sein!“

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Mühldorfs Landrat Max Heimerl (beide CSU) mahnen in der aktuellen Corona-Lage zu Zurückhaltung und werben für die Impfung.
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Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Mühldorfs Landrat Max Heimerl (beide CSU) mahnen in der aktuellen Corona-Lage zu Zurückhaltung und werben für die Impfung.

Am Rande des Krisen-Treffens von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek mit Vertretern des Gesundheitswesens und der betroffenen Landkreise am Freitag haben wir mit Mühldorfs Landrat Max Heimerl und Rosenheims Bürgermeister Andreas März über die aktuelle Lage gesprochen.

Mühldorf am Inn/Rosenheim - „Wir sind sehr dankbar, dass es diesen unmittelbaren Austausch geben konnte. Wir haben darüber gesprochen, wie sich die Situation in der Region in den einzelnen Landkreisen konkret darstellt. Herr Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat sich dabei auch sehr über unsere Einschätzung der aktuellen Lage interessiert und wie es in den kommenden Wochen weitergehen kann“, berichtet Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl (CSU), „Es war ein sehr konstruktiver Austausch, der allen Beteiligten sehr gut getan hat, denke ich.“ Die zentrale Frage sei gewesen, wie man noch mehr Intensiv-Kapazitäten schaffen und den Menschen klar machen könne, dass Impfen der Weg aus der Krise sei, ergänzt Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (CSU). „Wir müssen jetzt alles mobilisieren, um aus dieser schwierigen Zeit wieder heraus zu kommen!“

Ministerpräsident Söder bei Krisentreffen - Das sagen Rosenheims Bürgermeister März und Mühldorfs Landrat Heimerl zur aktuellen Lage

Am Freitag machten sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) ein Bild der aktuellen Lage in Bayerns Corona-Hotspot-Regionen. Erste Station dabei war Rosenheim, wo sie sich mit Vertretern der Stadt sowie der Landkreise Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Traunstein austauschten. Der Besuch erfolgte vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Lage: In fast allen Städten und Landkreisen der Region ist um 0 Uhr am Donnerstag der sogenannte „Hotspot-Lockdown“ in Kraft getreten. Wegen der hohen offiziellen Corona-Inzidenzzahlen musste unter anderem in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie den Kreisen Mühldorf, Berchtesgadener Land, Traunstein das öffentliche Leben nun wieder weitgehend heruntergefahren werden.

Mühldorfs Landrat Max Heimerl im Video-Interview:

„Wie schon in den letzten Wochen, ist die Lage in den Kliniken weiter sehr angespannt“, berichtet Dr. Michael Städtler, Ärztlicher Leiter der Krankenhauskoordinierung der Landkreise Rosenheim und Miesbach. Es sei momentan eine „Stagnation auf sehr hohem Niveau“ aber keine Entspannung. „Die Intensivstationen aber auch die Normalstationen sind weitgehend ausgelastet!“ Hinzu komme, dass derzeit ein diffuses Infektionsgeschehen vorliege, so Rosenheims Bürgermeister März. „Wir können teils nicht mehr nachverfolgen, wie es dazu kommt.“ Ähnlich sieht es auch andernorts aus, wie Mühldorfs Landrat Heimerl darlegt: „Die Lage ist wirklich brisant! Gerade die Intensivstationen sind am Limit, über 90 Prozent der Patienten dort haben Covid. Diese Belastung des Gesundheitssystems muss dringend wieder entschärft werden!“

Rosenheims Oberbürgermeister März im Video-Interview

CSU-Politiker appellieren an Bevölkerung, Kontakte einzuschränken und sich impfen zu lassen

„Kurzfristig müssen wir jetzt die aktuelle Welle brechen, dafür brauchen wir leider Kontaktbeschränkungen und damit den Lockdown“, so Mühldorfs Landrat Heimerl, „Wir müssen auch mit den Auffrischungsimpfungen weiterkommen, aber auch in die Zukunft denken. Um eine fünfte oder sechste Welle zu verhindern, brauchen wir definitiv eine höhere Impfquote. Wenn wir die nicht auf freiwilliger Basis erreichen, brauchen wir die Impfpflicht.“ Der Stadtrat von Rosenheim hat sogar eine Resolution verabschiedet, die dafür appelliert. „Wenn wir ehrlich sind. Wir können jetzt die nächsten vier, fünf, sechs Jahre so weiter machen mit einer Welle nach der anderen oder wir beenden die aktuelle Überlastung des Gesundheitssystems mit einer Impfpflicht“, stimmt dem auch Rosenheims Bürgermeister März zu.

Die Pressekonferenz zum Krisen-Treffen in Rosenheim im Video:

Heimerl und März sind sich in ihrem Appell an die Bevölkerung einig: Kontakte einschränken und Impfen. „Ohne Kontaktbeschränkungen können wir diese Welle nicht brechen“, so Rosenheims Gemeindeoberhaupt, „Leute, schaut‘s dass ihr Kontakte meidet. Die stille Zeit hat ihren Namen nicht umsonst. Der Impfstoff wiederum ist über drei Milliarden Mal verabreicht worden, die Nebenwirkungen einer Impfung sind kalkulierbar, die einer Corona-Erkrankung nicht.“ Dem stimmt auch Mühldorfs Landrat bei: „Wir müssen jetzt diszipliniert und verantwortungsbewusst sein. Je mehr wir uns jetzt zurückhalten, desto kürzer kann dieser Lockdown sein.“

hs