Nach Überfall auf Tankstelle in Forstenried

Durchbruch bei Raubüberfällen in Rosenheim? Münchner Polizei nimmt Mann fest

Dieser Mann hatte am 7. Juni eine Tankstelle im Ortsteil Westerndorf St. Peter überfallen. 

München/ Rosenheim - Am Dienstag, 23. Juni, konnte die Münchner Polizei einen 20-jährigen Mann festnehmen, welcher am 15. Juni im Stadtteil Forstenried eine Bank überfallen hatte. Nun wird spekuliert, ob es sich bei dem Täter um die selbe Person handelt, die auch für den Tankstellenüberfall in der Westerndorfer Straße im Ortsteil Westerndorf St. Peter verantwortlich ist. 

Am 15. Juni betrat ein vollmaskierter Mann eine Tankstelle in Forstenried, ging zielstrebig auf eine anwesende Kassenkraft zu und bedrohte diese mit einem größeren metallenen Gegenstand. Zudem forderte er die Herausgabe von Bargeld. Der Täter konnte zunächst unerkannt flüchten. 

Bei der Absuche des Tatorts wurde eine Maske gefunden, die einer durch die Verkäuferin abgegebenen Beschreibung der Tätermaske entsprach. Nach umfangreicher und akribischer Spurensicherung der Münchner Kriminalpolizei konnte DNA-Material des Tatverdächtigen gesichert werden und mit Hilfe des Bayerischen Landeskriminalamtes einem 20-jährigen Münchner zugeordnet werden. Der Mann konnte daraufhin in seiner Wohnung festgenommen werden.

Täter werden ähnlich beschrieben - besteht ein Zusammenhang?

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 20-jährigen Mann, welcher von Zeugen als 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank beschrieben werden konnte. Des Weiteren habe der Täter hochdeutsch gesprochen. Alles Angaben, welche auch auf die Person zutreffen, die am 7. Juni in Rosenheim für große Aufregung sorgte. Gegen 20.56 Uhr betrat damals ein ebenfalls unbekannter Mann eine Tankstelle neben einem Autohaus in der Westerndorfer Straße im Ortsteil Westerndorf St. Peter. Auch er zwang unter Vorhalten einer Schusswaffe den Angestellten, Bargeld herauszugeben.

Unterschiede bei beiden Vorfällen gibt es allerdings beim Gebrauch der Tatwaffen. Während der Täter in Forstenried einen "größeren metallenen Gegenstand" als Waffe einsetzte, wurde in Rosenheim bei dem Überfall eine Schusswaffe verwendet. 

Polizei Rosenheim erklärt Sachverhalt

"Die Abgleiche laufen natürlich", erklärt Carolin Hohensinn, Pressesprecherin des Polizeipräsidium Oberbayern Süd, angesprochen von rosenheim24.de auf die möglichen Zusammenhänge der beiden Taten. Dabei handele es sich bislang aber um reine Spekulationen. Dass eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen bestehe, "ist nicht gesichert". 

Es sei hier schlichtweg zu früh, Angaben oder Vermutungen weiter auszuführen. "Die Kriminalpolizei Rosenheim führt ihre Arbeit weiter unbeirrt fort. Aber natürlich werden in enger Zusammenarbeit mit den Münchner Kollegen mögliche Zusammenhänge geprüft", ergänzt Hohensinn. Dies werde einige Tage in Anspruch nehmen. 

Spekulationen und Theorien

Diese Bilder einer Überwachungskamera veröffentlichte die Polizei nach dem Überfall auf das Schuhgeschäft.

Weiter unklar ist, ob und inwieweit ein weiterer Überfall im Stadtzentrum von Rosenheim mit diesen Taten möglicherweise zusammenhängt. Bereits am 26. Mai hatte eine ebenfalls maskierte Person ein Schuhgeschäft in der Prinzregentenstraße an der Ecke Gillitzerstraße überfallen und unter vorgehaltener Waffe die Herausgabe von Bargeld gefordert. 

Auch auf diesen Täter treffen die oben erläuterten Merkmale zu. Martin Emig, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, erklärte auf Anfrage von rosenheim24.de bereits vor einer Woche, dass man eine Verbindung zumindest zwischen den beiden Vorfällen in Rosenheim nicht ausschließen könne

Zu diesem Zeitpunkt gab es jedoch keinen handfesten Beweis, der die Theorie, es würde sich in beiden Fällen um ein und den selben Täter handeln, stützen würde.

mz

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