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"Sie mussten mit dem Tod des Opfers rechnen"

Rosenheim - Die Anklage im Fall der Brüder lautet auf versuchten Mord. Ermittlungsrichter Dr. Ralf Burkhard meinte, "dass sie bei der Tat mit dem Tod des Opfers rechnen mussten."

In der Nacht auf Sonntag hatten die 24- und 31-jährigen Brüder einen Mann erst mit den Fäusten geschlagen. Als er dann am Boden lag, traten sie weiter mit den Füßen auf ihn ein. Der 29 Jahre alte Stephanskirchner erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Er wurde vor Ort vom Notarzt und BRK-Helfern mit Erstversorgung behandelt.

Am Montag wurden die beiden Brüder dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Er entschied auf eine Anklage wegen versuchtem Mord. Damit wurde vom Rosenheimer Ermittlungsrichter Dr. Ralf Burkhard die "große Karte" gezogen. Schließlich werde eine hohe Hemmschwelle überschritten, einen Wehrlosen, der schon am Boden liegt, weiter mit Fußtritten gegen den Kopf zu attackieren. Hier müsse jeder mit dem Tod des Opfers rechnen. Komme als Beweggrund noch ein weiteres Merkmal hinzu, wie etwa "Grausamkeit", so sei grundsätzlich "versuchter Mord" anzunehmen.

Kein Exempel statuiert

Entschieden trat Burkhard der Vermutung entgegen, in diesem Fall aus "erzieherischen Erwägungen" heraus besonders hart durchzugreifen, um damit eine abschreckende Wirkung erzielen zu wollen. Jeder Fall werde vom Ermittlungsrichter gesondert und im Einzelnen bewertet. Im aktuellen Fall haben alle ihm vorliegenden Fakten und Aussagen das Tatmerkmal "versuchter Mord" aufgewiesen.

Die Kriminalpolizei Rosenheim hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Wer im Bereich Kaiserstraße auf Höhe der Alten Apotheke zur fraglichen Zeit zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr (Zeitumstellung) Beobachtungen gemacht hat, die mit der Auseinandersetzung in Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, sich bei der Polizei unter Tel. 08031-2000 zu melden.

Quelle: Oberbayerisches Volksblatt

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