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Ermittlungen laufen noch

Malteser stellten mutmaßlich falschen Arzt nach Online-Bewerbung im Rosenheimer Impfzentrum an

Gedankenaustausch am Rande des Besuchs in der Inntalhalle, deren Girlandenschmuck auch während der Nutzung des Gebäudes als Impfzentrum auf seinen ursprünglichen Charakter als Festhalle hinweist: Landrat Otto Lederer (links) und Malteser-Präsident Georg Khevenhüller.
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Gedankenaustausch am Rande des Besuchs in der Inntalhalle, deren Girlandenschmuck auch während der Nutzung des Gebäudes als Impfzentrum auf seinen ursprünglichen Charakter als Festhalle hinweist: Landrat Otto Lederer (links) und Malteser-Präsident Georg Khevenhüller.

Nach wie vor auf Hochtouren laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen den 49-jährigen Stefan H. aus dem Landkreis München, der als falscher Arzt im Rosenheimer Impfzentrum gearbeitet haben soll. Nach wie vor sind einige Fragen offen.

Rosenheim – Nach wie vor auf Hochtouren laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen den 49-jährigen Stefan H. aus dem Landkreis München, der als falscher Arzt im Rosenheimer Impfzentrum gearbeitet haben soll. Wie bereits berichtet, sitzt der 49-Jährige seit dem Wochenende in Untersuchungshaft.

Grund: Die Auswertung von Dokumenten, die die Polizei sichergestellt hat, erhärtet den Verdacht, dass der Beschuldigte seine ärztliche Approbation gefälscht hat. Sollte der Mann Impfdosen verabreicht haben, stünden neben der Urkundenfälschung weitere Straftaten im Raum.

Unterlagen in Kopie

Wilhelm Horlemann, Pressesprecher des Malteser Hilfsdienstes, bestätigte auf OVB-Anfrage, dass die Hilfsorganisation den mutmaßlich falschen Arzt eingestellt habe. Nachdem sie die hierfür erforderliche Ausschreibung gewonnen hat, betreibt die Hilfsorganisation nach Auskunft von Pressesprecher Thomas Bugl von der Stadt Rosenheim das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Landkreis und ist somit auch dafür verantwortlich, dass genügend Personal zur Verfügung steht.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

H. habe sich über ein Online-Portal für den Job beworben und die erforderlichen Unterlagen in Kopie eingereicht. Ein Vorstellungsgespräch folgte, dann bekam der Mann den Job.

Horlemann betonte, der 49-Jährige habe einen Vertrag für kurzfristig Beschäftigte erhalten und ein monatliches Festgehalt bezogen. Das habe aber unter dem Stundensatz von 150 Euro gelegen, den Ärzte erhielten, die über die Kassenärztliche Vereinigung vermittelt würden. Genauere Angaben zur Bezahlung machte der Pressesprecher nicht. Auch nicht zu dem Vorfall, der die Ermittlungen in Gang gesetzt hatte. Zu deren Fortgang wartete auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gestern nicht mit Informationen auf, die über die bereits bekannten Fakten hinausgehen.

Zur Verängstigung von angemeldeten Personen, die im Rosenheimer Impfzentrum einen Termin bekommen haben, hat die Festnahme nach Beobachtung der Malteser nicht geführt. „Die Menschen kommen nach wie vor ohne Vorbehalte zu uns. Bei den Impfwilligen herrscht eine positive Stimmung“, sagt Horlemann.

Lob vom Präsidenten

Voll des Lobes für die im Rosenheimer Impfzentrum geleistete Arbeit zeigte sich Georg Khevenhüller, der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, bei einem Besuch der Einrichtung am vergangenen Freitag. „Es ist wunderbar, was hier geleistet wird.“ Bei dem Ortstermin anwesend waren unter anderem auch der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer.

„Wir sind froh, dass wir einen kompetenten und qualifizierten Partner an unserer Seite haben. Ohne die Unterstützung der Hilfsorganisationen könnten wir hier nicht in dem Maß arbeiten, wie wir es aktuell tun“, betonte März. Nach Angaben der Malteser wurde in der Einrichtung auf der Loretowiese seit ihrer Inbetriebnahme bis jetzt über 45.000 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft.

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