NACH BRAND ZWEI FRAUEN FESTGENOMMEN

Mutter und Tochter kündigten bereits 2013 "Unglück" an

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Rosenheim - Am Dienstagvormittag brach in einem Wohnhaus in der Kaltwiesstraße ein Feuer aus - zwei Frauen wurden verletzt von der Feuerwehr gerettet. Staatsanwaltschaft und Kripo ermitteln wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandlegung gegen die beiden. 

Die beiden Frauen die am Dienstag vor der geplanten Zwangsräumung ihre Wohnung in der Kaltwiesstrasse in Happing angezündet haben sollen, waren offenbar nicht zum ersten Mal auffällig. 

Wie das OVB am Mittwoch berichtet haben sie vor einer Zwangsräumung in Oberaudorf Ende Juli 2013 ein "Unglück" angekündigt. Die Tochter hatte damals ein Fax an den Bayerischen Ministerpräsidenten mit diesem Wortlaut geschickt: „Am 29.07.2013 (Anmerkung: Der Termin der Räumung.) wird ein Unglück passieren. Meine Mutter und ich werden diesen Tag nicht überleben.“ Das Landratsamt beauftragte daraufhin einen Facharzt für ein psychologisches Gutachten. Der befürchtete einen erweiterten Selbstmord und wies die beiden Frauen in die psychiatrische Klinik ein. Auf Grund der Einschätzung einer Ärztin dort, konnten sie das Krankenhaus aber wieder verlassen, berichtet das OVB weiter.

Nach dem Brand am Dienstag in der Kaltwiesstraße wurden die 75-jährige Mutter und ihre 52-jähige Tochter festgenommen und erneut in die psychiatrische Klinik eingewiesen. Ob sie hier bleiben oder in Untersuchungshaft müssen, hängt vom Ergebnis der Untersuchung ab.

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