Ruf nach dritter Innbrücke

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Die Schilder, mit denen die Stadt darauf hinweisen will, dass hier demnächst eine Baustelle ist, stehen schon. In zehn Tagen, am Dienstag, 10. April, erfolgt die Teilsperrung der Brücke in der Innsbrucker Straße. Sie ist dann bis Ende Oktober nur stadteinwärts zu befahren.

Rosenheim - An die Forderung, eine dritte Innbrücke zu bauen, erinnerte jetzt die Oberbürgermeisterin im Zusammenhang mit den in der Innsbrucker Straße anstehenden Arbeiten an der Brücke.

Die Furcht, es könnten chaotische Verkehrsverhältnisse während der 29-wöchigen Bauzeit herrschen, kann Bauer nicht verstehen. "In München werden Tunnel gebaut und Schächte für U-Bahnen. Dort bricht der Verkehr auch nicht zusammen. Da werden wir es doch im kleinen Rosenheim auch schaffen, eine Baustelle zu haben", kommentierte sie die Bedenken im Stadtrat.


Sie rechne "mit der Vernunft und Intelligenz der Autofahrer" und traue ihnen zu, dass sie sich rechtzeitig vor Ostern Gedanken über alternative Strecken und Zeiten machen werden. Die Baustelle wird am Tag nach Ostern, am Dienstag, 10. April, eingerichtet.

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Der Baumarathon beginnt

Bis zum Bau der Fortsetzung der Innsbrucker Straße und der Umgehung Miesbacher Straße mit der zweiten Innbrücke in den 70er-Jahren waren die Verkehrsteilnehmer auf die Innbrücke am Fuß des Schloßbergs angewiesen, wenn sie Rosenheim Richtung Osten verlassen oder von dort aus die Stadt erreichen wollten. 2001 hat die Regierung von Oberbayern dann das Raumordnungsverfahren für eine Nordspange abgeschlossen, mit einer vorstellbaren Verbindung als Fortsetzung der Westtangente ab Pfaffenhofen, einer dritten Brücke über den Inn und Anbindung an die Kreuzung in Kragling. Die zeitliche Planung sieht eine Verwirklichung frühestens nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Westtangente vor. Ob es wirklich dazu kommt, ist jedoch fraglich. Die Gemeinde Stephanskirchen ist strikt dagegen. "Wir werden immer wieder auf die Notwendigkeit hinweisen müssen, gerade jetzt, wenn der Verkehr massiv über Schloßberg laufen wird", betonte Bauer.


Die Freien Wähler/UP hatten dafür gesorgt, dass die Baustelle Innsbrucker Straße noch einmal Thema im Stadtrat war. Sie hatten zuvor schon beantragt, während der Bauarbeiten die Fußgängerampel in der Kufsteiner Straße auf Höhe von Aldi weniger häufig auf "Grün" zu schalten und wollten sich nicht mit der nicht weiter begründeten Aussage des Tiefbauamtes "Das bringt nichts" zufriedengeben. Eine Überprüfung der Situation wurde jetzt zugesagt. Möglicherweise werde man während der kritischen Zeit von einer Druckknopfampel auf normale Automatik umstellen.

Aus dem Video-Archiv:

Änderungen der Ampelschaltungen wünschen Freie Wähler/UP gleichfalls für den Knotenpunkt Briancon-/Gießerei-/Kufsteiner Straße, eventuell mit einer zustätzlichen Ampel für die Rechtsabbieger aus der Gießerei- in die Kufsteiner Straße. Dafür wäre zuvor eine Verkehrssimulation am Computer notwendig. Diese würde rund 9000 Euro kosten. "Ein unverhältnismäßiger Aufwand", befand Bauer.

Zu Recht wunderte sich in dieser Woche eine Leserbriefschreiberin über den vom Tiefbauamt angeblich genannten Aufwand für das Umbeschildern der Baustelle in der Innsbrucker Straße für den Fall, dass morgens und abends die Fahrtrichtung auf der verbleibenden Spur wechselt. Unsere Zeitung hatte berichtet, der Einsatz von zwei Mann, die 29 Wochen täglich zweimal ausrücken müssten, auch sonn- und feiertags, würde 324000 Euro kosten. Es handelte sich um ein Missverständnis. Notwendig wäre nach Auffassung des Tiefbauamtes der Einsatz von fünf Mann zur Änderung der Beschilderungen an fünf Stellen.

Bei der Angabe der Kosten für die Instandsetzungsmaßnahmen an der Brücke über das Salzburger Gleis fehlte zudem im gestrigen Beitrag "Die größten Investitionen" ein Komma. Es stehen nicht 163 Millionen im Haushalt, sondern "nur" 1,63 Millionen Euro.

Oberbayerisches Volksblatt

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