Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Intensive Gespräche

Nach Gesprächsrunde: OB März begrüßt Grenzziehung der Rosenheimer Unternehmerinitiative

Oberbürgermeister von Rosenheim Andreas März
+
Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (Montage).

Als der Stadtrat sich Ende April aufgrund möglicher Tendenzen hin zu Corona-Leugnern und Querdenkern von der Rosenheimer Unternehmerinitiative „Wir stehen zusammen“ öffentlich distanziert hatte, schlug dies hohe Wellen. Oberbürgermeister Andreas März lud daraufhin zu einer Gesprächsrunde ins Rathaus.

Rosenheim – An der Gesprächsrunde nahmen neben den drei Bürgermeistern und vier Fraktionsvorsitzenden von Seiten der Unternehmen-Initiative Franz Richter (Kaffeerösterei Dinzler), Thomas Vodermayer (Autohaus Vodermayer), Markus Dettendorfer (Dettendorfer Maschinenbau) und Josef Eder (Auto Eder) teil.

Keine explizite Stellungnahme

Das Gespräch, das bereits am 6. Mai stattgefunden hatte, wurde intensiv geführt, blieb aber offenbar ohne viel berichtenswerte Ergebnisse. Von Seiten der Initiative gab es dazu auch nach wiederholter Anfrage unserer Zeitung und mehrtägiger Wartezeit keine explizite Stellungnahme.

Rechtsweg steht allen offen

Auch die Stadt brauchte fast eine Woche, um sich zu der Gesprächsrunde zu äußern. In dem Statement von Oberbürgermeister März hieß es dann, die Teilnehmer seien sich darin einig, dass Diskussionen über Art und Umfang von Corona-bedingten Beschränkungen auf der Grundlage der geltenden Rechtsordnung zu erfolgen haben. Und weiter: „Allen, die Art und Umfang dieser Beschränkungen für unrechtmäßig halten, steht der Rechtsweg offen.“

Kein Grund von Standpunkten abzuweichen

Deutlich schneller äußerten sich die jeweiligen Fraktionsvorsitzenden. „Wir haben unsere Auffassungen intensiv ausgetauscht. Ein Grund, von meinen Standpunkten abzuweichen, hat sich dabei nicht ergeben“, sagte beispielsweise Robert Multrus, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/UP. „Auch wir bleiben dem treu, was wir im Stadtrat angemahnt haben“, sagte Peter Rutz, Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Herbert Borrmann, CSU-Fraktionschef, ergänzte, dass er während des Gesprächs noch einmal deutlich gemacht habe, dass er Verständnis für die Situation der betroffenen Unternehmer habe und nachvollziehen könne, dass man nicht mit allen Maßnahmen einverstanden sei. Trotzdem könne es nicht sein, dass bei Veranstaltungen Redner eingeladen würden, die „mit Aussagen glänzen, die beleidigend oder staatsfeindlich sind“.

SPD fordert klare Distanzierung

Abuzar Erdogan, SPD-Fraktionsvorsitzender fügte hinzu: „Wenn demokratisch gewählten Volksvertretern mit Mord gedroht wird, andere beleidigt oder verunglimpft werden, ist eine Grenze überschritten, die jeder demokratische Zusammenschluss von Menschen, der diesen Entgleisungen eine Bühne bietet, offen verurteilen muss.“

Er erwartete sich von der Initiative eine „klare und deutliche Verurteilung“ dieser Vorgänge.

Statement auf der Website der Initiative

Dem kam die Unternehmerinitiative auf ihrer Website und über ihren Newsletter bereits am Tag nach dem Gespräch im Rathaus nach. Man habe sich „von sämtlichen Gewaltfantasien medial sofort distanziert“ und distanziere sich davon auch weiterhin, heißt es dort.

Oberbürgermeister März begrüßt Grenzziehung

Oberbürgermeister März begrüßte die „Grenzziehung der Verantwortlichen“ der Initiative ausdrücklich. Was seitens der Stadt getan werden könne, um den besonders betroffenen Wirtschaftszweigen zu helfen, werde getan. März sieht aber schwere Zeiten: „Ein deutlicher Anstieg des Insolvenzgeschehens wird sich kaum vermeiden lassen. Das gilt leider auch für Privatinsolvenzen.“

Kommentare