25 Verletzte

Pfefferspray-Attacke in Ochsenbraterei: Verfahren eingestellt

Rosenheim - Atembeschwerden, Übelkeit und Hautreizungen bei knapp drei Dutzend Menschen - das war die Bilanz eines eskalierten Streits in der Ochsenbraterei auf dem Herbstfest 2015. Nun fällte das Gericht das Urteil über die Frau, die das Pfefferspray einsetzte:

Das Amtsgericht Rosenheim hat jetzt das Verfahren gegen eine 26-jährige eingestellt, die während des Herbstfests dutzende Menschen bei einer Pfefferspray-Attacke verletzt hat, das berichtet das OVB am Dienstag. Während eines Streits sprühte die Rosenheimerin ihrer ehemaligen Nachbarin und deren Lebensgefährten im Auerbräu-Zelt mehrfach frontal das Spray ins Gesicht und auf den Oberkörper. Ein Polizeibeamter sagte aus, die 27-Jährige sei sehr aufgebracht gewesen und habe Straftaten angedroht, so das OVB weiter. Deshalb sei sie nach dem Vorfall im Bierzelt in Gewahrsam genommen worden. Ihre Aussage „Ich hau denen jetzt richtig auf die Fresse“, habe er ernst genommen, so der Beamte vor Gericht.

Nicht nur die beiden wurden verletzt – sondern auch noch 23 weitere Wiesenbesucher. Die Inntalhalle musste nach dem Vorfall komplett geräumt werden. Die Rosenheimerin sagte vor Gericht, sie habe die Folgen des Pfefferspray-Einsatzes völlig unterschätzt. Und die ehemalige Nachbarin war wohl auch nicht ganz unschuldig.

Die Rosenheimerin muss 400 Euro an einen Geschädigten zahlen, der als Nebenkläger auftrat. Darüber hinaus sind 800 Euro an gemeinnützige Einrichtungen zu entrichten.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de oder in Ihrer gedruckten OVB-Heimatzeitung.

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