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Nach Vergewaltigung in Rosenheim

Polizei: Spekulationen werden dem Opfer nicht gerecht

Rosenheim - Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat verstanden, wie man auf Facebook kommunizieren muss, um die Bevölkerung in die Tätersuche einzubinden.

Das bewies das Präsidium am Freitag nach der brutalen Vergewaltigung am Rosenheimer Inndamm. Über 3.200-mal wurde der Beitrag zum Zeugenaufruf bislang schon geteilt. Doch wie das so ist in den Sozialen Netzwerken: Schnell werden in den Kommentarspalten Gerüchte gestreut, über die Tatumstände wild spekuliert und natürlich - angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte - auch Vorverurteilungen verfasst. Über solche Kommentare Herr zu werden, ist eine besondere Aufgabe für jeden Social-Media-Manager - so auch für die Verantwortlichen bei der Polizei!

Mit einem eindrucksvollen Beitrag wendet sich deshalb das Polizeipräsidium erneut an die Community und ermahnt die Kommentarschreiber zu einer vorurteilsfreien, sachlich-fairen Diskussion: "Jeder muss sich der Konsequenzen bei problematischen, strafbaren Aussagen bewusst sein. Auch werden das Spekulieren, Schüren von Ängsten und 'Selbsthilfetipps' weder den individuellen Tatumständen (& dem Opfer), noch der - trotz des Falles - guten Sicherheitslage gerecht."

Selbstironie mit Böhmermann-Song

Neben diesem ernsten Anliegen, beweist die Polizei aber auch eine Menge Selbstironie und verweist zum Ende des Beitrags auf den sarkastischen Anti-Gangster-Rap-Song von Jan Böhmermann mit dem Hashtag #ichhabpolizei. Das Polizeipräsidium hat das "Neuland Internet" verstanden...

Hier finden Sie den Zeugenaufruf auf Facebook vom Freitag: 

mg

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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