Geburtenraten sorgen für Kapazitätsprobleme

Neue Grundschule für Rosenheim - Pläne werden konkreter

Rosenheim - Die stetig steigenden Geburtenzahlen in der Stadt Rosenheim sorgen für einen erhöhten Bedarf an Bildungsangeboten. Daher plant die Stadt den Bau einer weiteren Grundschule.

Schwankten die Geburten in Rosenheim seit dem Jahr 2000 um circa 550 Geburten jährlich, ist seit 2015 ein stetiger Anstieg zu verzeichnen. Mit 712 Geburten wurde 2017 ein Rekordwert für das neue Jahrtausend verzeichnet. 

Bereits im November 2018 beauftragte die Stadt Rosenheim das 'Institut für Sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik (kurz: SAGS)' aus Augsburg mit der Erstellung eines Gutachtens, dessen Ergebnis nun vorliegt.

Starker Anstieg an Schülern erwartet

Ab Mitte der 2020er-Jahre wird die Zahl der Grundschulkinder von derzeit circa 2000 auf circa 2200 bis 2400 anstiegen. Diese Entwicklung und der vermehrte Bedarf an Integrations- Förder- und Ganztagsangeboten bringt die Stadt Rosenheim an Kapazitätsgrenzen im Bereich der Grundschulen.

Die Ergebnisse des Gutachtens des SAGS bestätigen den Bedarf für eine weitere Grundschule. Acht Grundschulen gibt es derzeit in Rosenheim, eine Neunte soll hinzukommen.

Strukturelle Veränderungen sollen für zusätzliche Entlastung sorgen

Auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte die Stadt, dass der Neubau im Klostergarten St. Sebastian errichtet werden könnte. Dieser Standort wird derzeit geprüft. Einen Kostenplan gibt es noch nicht, die Prüfung soll schnellstmöglich abgeschlossen werden.

Neben der konkreten Prüfung eines Neubaus sollen auch strukturelle Maßnahmen die an einzelnen Schulen bereits vorhandenen Kapazitätsprobleme beheben.

Grundschulverbünde sollen für weitere Entlastung sorgen

In Zusammenarbeit mit dem staatlichen Schulamt soll die Schaffung von so genannten Grundschulverbünden geprüft werden. Bei diesen Grundschulverbünden würden sich zwei bis drei Grundschulen in den jeweiligen Verbünden zusammenschließen und so eine ausgeglichenere Schüler- und Klassenzahl schaffen.

Konkret wird die Planung von Grundschulverbünden, wenn der Standort für die neue Schule gefunden ist.

Grundsätzlich ist die Stadt verpflichtet, ein bedarfsgerechtes Angebot an Schulen bereitzustellen. Die Ausstattung mit Lehrkräften wiederum obliegt dem Freistaat Bayern. 

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