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Sensationeller Film aus über 60.000 Einzelbilder

Er steckt hinter dem spektakulären Zeitraffer-Video vom Herbstfest

Nach elf Jahren hat Florian Kriechbaumer erneut ein spektakuläres Zeitraffer-Video vom Herbstfest Rosenheim abgeliefert.
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Nach elf Jahren hat Florian Kriechbaumer erneut ein spektakuläres Zeitraffer-Video vom Herbstfest Rosenheim abgeliefert.

Wer steckt eigentlich hinter den beiden Zeitraffer-Videos vom Herbstfest Rosenheim, was für eine Arbeit es bedeutete und was sind seine weiteren Pläne? Wir haben mit dem Kolbermoorer Filmemacher Florian Kriechbaumer gesprochen.

Rosenheim - „Das erste Video entstand damals 2011 zum 150-jährigen Jubiläum des Herbstfests. Damals ging es mit solchen Videos gerade los. Eigentlich wollte ich das dann nochmal 2021 zum 160-Jährigen umsetzen, woraus dann natürlich erstmal nichts wurde. Also fiel der Entschluss, es jetzt nochmal zum Neustart nach zweijähriger Pause anzugehen“, berichtet Florian Kriechbaumer. „Das Ziel war es eine Kombination aus diversen Methoden wie Timelapse, Hyperlapse, 360 Grad Aufnahmen, gepaart mit diversen Nachbearbeitungstechniken, zu vereinen und ein Zeitraffervideo zu erstellen, das es so in der Region noch nicht gegeben hat.“

Aus Kolbermoor stammender Filmemacher legt nach elf Jahren mit zweitem Zeitraffer-Video vom Herbstfest nach

Vor 11 Jahren sorgte sein erstes Video bereits für Begeisterung - sowohl unter unseren Lesern, als auch beim Publikum auf YouTube. Auch internationales Publikum drückte in den Kommentaren auf der Videoplattform seine Begeisterung für Kriechbaumers Leistung aus: „Excellent! Great Work!“, schrieb ein Nutzer. Stand Donnerstag, den 15. September kam es bislang auf 33.429 Aufrufe und wurde 262 mal mit „Mag ich“ markiert. Das neue Video kommt nun erst auf 588 Aufrufe und 22 „Mag ich“-Wertungen. Erster Zuspruch findet sich aber bereits im Kommentarbereich. „Wow krass, tolles Video! Da hast du dir ja brutal viel Arbeit gemacht! Das könnte man locker als offiziellen Imagefilm des Herbstfest verwenden!“, heißt es in einem Beitrag.

Das neue Video zum Herbstfest 2022:

Gewappnet mit deutlich mehr Erfahrung, neuem Equipment und unzähligen Ideen, besuchte ich an den 16 Tagen insgesamt 12 Mal die Wiesn“, erinnert sich Kriechbaumer. „Für die Zeitrafferaufnahmen galt es dann immer wieder, still zu stehen und teils stundenlang an einem Fleck zu filmen“, fährt er fort und fügt sichtlich amüsiert hinzu: „Das Problem war weniger, dass sich die Leute nicht filmen lassen wollten, als das manche fast schon zu begeistert dafür waren. An einer Stelle des Videos durften sich dann auch zwei Burschen mit einer Momentaufnahme verewigen. Insgesamt war es ein spannender Prozess, mit vielen Highlights, aber natürlich auch Frustrationen wie zum Beispiel einem Baustellenkran in genau der falschen Position, ungenauen Wettervorhersagen, und typischen technischen Probleme.

Das Video von 2011:

„Und auch Eigenversagen, Künstler sind auch nur Menschen, die am Ende aber alle Teil des Herzbluts werden, welches das finale Produkt ausmacht“, merkt er an. Für das Video von 2011 waren es noch 30.000 Aufnahmen, die nötig waren. „Diesmal waren es 60.000 Bilder und 40 Videos, was insgesamt über 3 Terabyte an Daten generierte, die dann in mehr als 120 Stunden Bearbeitungsaufwand in ein knapp über vier Minuten langes Video verwandelt wurden“, fährt Kriechbaumer fort. Der Ton sei überwiegend nachbearbeitet. „Aber ich konnte teilweise auch Aufnahmen der Umgebung für die Atmosphäre verwenden.“

Vielleicht in ein paar Jahren ein weiteres Video?

Der aus Kolbermoor stammende Kriechbaumer, der auch Mitinhaber des Clubs „Kammerl“ in Rosenheim ist, welcher Ende des vergangenen Jahres eröffnete, war zufällig gerade in seiner Heimat. „Vorangegangen war eine längere Anstellung als Chief Operating Officer, also jemand, der sich um Projektabwicklungen, Lieferungen und Logistik kümmert, bei einer Technologie-Firma in Dubai.“ Dort wolle er auch weiterhin leben und beruflich in diesem Arbeitsumfeld tätig sein. Doch zunächst stehe gerade das Reisen an.

Wie soll es nun weitergehen mit den Zeitraffer-Herbstfest-Videos? „Das jetzt jährlich zu machen, habe ich nicht vor. Da gingen mir vermutlich auch recht schnell die neuen Ideen aus und es würde seinen Charme verlieren“, bemerkt er abschließend. „Allerdings habe ich schon noch die Idee, einen kleinen Film zu machen, in dem eine Familie oder ein Paar über die Wiesn begleitet wird. Das wäre aber natürlich nochmal eine andere Hausnummer, da bräuchte es Schauspieler, Absprachen mit Fahrgeschäften und so weiter. Aber vielleicht lässt sich das in Zukunft einmal umsetzen.“

hs

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