Jusos mit „neuer Frauenpower“ im Vorstand

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Der neue Vorstand der Jusos Rosenheim Stadt

Rosenheim - Auf der Jahreshauptversammlung der Jusos Rosenheim Stadt am Samstag wurde ein neuer achtköpfiger Vorstand gewählt. Edi Ikanovic wurde einstimmig als Vorsitzender bestätigt.

Ikanovic freute sich besonders, dass er mit der Steuerfachangestellten Merve Altintug und der Gymnasiastin Nicola Zmavc zwei neue, junge Frauen als stellvertretende Vorsitzende in seinen Reihen weiß. Zmavc ist ab sofort auch die örtliche Juso-SchülerInnen-Vertreterin. Zudem engagiert sich die Architektin Aynur Tütüncü-Ziadi weiterhin im Vorstand der SPD-Jugend.

Daneben wurden die Studenten Florian Stephan, Abuzar Erdogan sowie Karl-Heinz Löser und  Marcel Görmann als weitere stellvertretende Vorsitzende in den neuen Juso-Vorstand gewählt.

Stammtischparolen nicht mehrheitsfähig werden lassen

Gemeinsam blickten die Jusos auf das vergangene Jahr zurück, das im Frühjahr von vielen Aktivitäten der jungen Kandidatinnen und Kandidaten im Kommunalwahlkampf geprägt war. So wurden etwa zu den Themen Eisstadion und Nachtleben eigene Positionen entwickelt und Juso-Postkarten selbst gestaltet und verteilt. Des Weiteren organisierten die Jusos eine Benefizlesung in der Asta-Kneipe, brachten sich kritisch in die Sudelfeld-Debatte ein, beteiligten sich aktiv an der Demo „Stop Watching Us“ gegen die NSA in Bad Aibling und zuletzt an der Solidaritäts-Demonstration für Rosenheimer Flüchtlinge im Dezember.

„An dem Thema Asylpolitik und Flüchtlinge werden wir Jusos auch 2015 dran bleiben. Wir wollen mit Fakten aufklären und einen Beitrag dazu leisten, dass rechte Stammtisch-Parolen nicht mehrheitsfähig werden in Rosenheim“, blickte Edi Ikanovic voraus.

Vorwurf: OB Bauer ohne Vision für die Stadt

Daneben zeigte Stadtrat Abuzar Erdogan verschiedene Felder der Stadtpolitik auf, in der sich die Jusos einbringen wollen. "Der Busverkehr muss jugendfreundlicher werden. Dazu gehört eine bessere Taktung mancherorts, günstigere Preise und auch längere Fahrzeiten am Wochenende. Hier muss die Stadt, ähnlich wie viele andere Kommunen auch, investieren“, so Erdogan.

Die Jusos beobachten außerdem, dass Rosenheim mehr und mehr „ein Vorort Münchens“ werde und andererseits in der öffentlichen Förderung von Wohnraum viel zu wenig passiere. Die Oberbürgermeisterin reagiere nur immer auf aufkommende Probleme, anstatt eine Vision für die Stadt zu entwickeln, stellten sie ernüchtert fest.

Pressemitteilung Jusos Rosenheim Stadt

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