OB Bauer unterstützt Expansionswünsche

Gabriele Bauer
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Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer beim Betriebsbesuch bei der Firma Schwadke.

Rosenheim - Es seien wirkliche "Glücksfälle", wenn sich neue Unternehmen am Standort Rosenheim niederlassen. OB Gabriele Bauer setzt deshalb auf die Schaffung von neuen Gewerbeflächen.

Einen Betriebsbesuch bei der Fa. Schwadke nutzte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zu einer grundsätzlichen Positionsbestimmung für die städtische Gewerbeansiedlungs- und -förderpolitik.

„Natürlich ist es das primäre Ziel der Stadt Rosenheim, schon aus gewerbesteuerlichen und arbeitsmarktpolitischen Gründen, leistungsstarke Betriebe neu in Rosenheim anzusiedeln bzw. bestehenden Unternehmen innerhalb des Stadtgebiets neue Gewerbeflächen zu erschließen. Mit dem Gewerbegebiet Am Oberfeld wollen wir auf mehr als sechs Hektar Fläche expansionswilligen heimischen Unternehmen wie z.B. der Fa. Sanitär Heinze und der Braun Industrial Equipment GmbH diesen Schritt ermöglichen. Anderen Unternehmen wie z.B. der Fa. isoplus an der Aisinger Landstraße versuchen wir, unter Berücksichtigung der berechtigten Nachbarschafts-Interessen und des erforderlichen ökologischen Ausgleichs die Erweiterung im unmittelbaren Umfeld des bestehenden Standorts möglich zu machen“, so die Oberbürgermeisterin.

Auch die Erweiterung des Druckzentrums des OVB Medienhauses in der Mangfallstraße und die Errichtung eines Logistikzentrums auf dem Areal der Fa. Krones AG an der Äußeren Münchner Straße seien erfolgreiche Beispiele, wie in zielgerichteter Kooperation zwischen den Unternehmen und der Stadt solche Unternehmen mit hoher Wertschöpfung trotz erheblichen Expansionsbedarfs in Rosenheim gehalten werden konnten.

Glücksfälle kommunaler Wirtschaftspolitik sind es, wenn sich Unternehmen neu am Standort Rosenheim ansiedeln oder wenn es wie bei der Fa. Schwadke gelingt, ihnen mit 24 Mitarbeitern die Rückkehr nach Rosenheim zu ermöglichen“, so Bauer. Sie lobte die mehrere Millionen Euro umfassende Investition des Unternehmens am neuen Standort, mit der die ganze Pichlmayerstraße aufgewertet werde. Erfreulicherweise gebe es solche Beispiele immer wieder. Das zeigten renommierte und wettbewerbsstarke Unternehmen wie die Fa. Heinzinger electronic GmbH in der Anton-Jakob-Straße oder die Speedsignal GmbH in der Äußeren Oberaustraße.

„Allerdings müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir wegen unserer nur begrenzt verfügbaren Flächen nicht jeden Expansionswunsch innerhalb der Stadtgrenzen erfüllen können und dann auch Unternehmen verlieren. So sei die Fa. FuG GmbH von Westerndorf St. Peter nach Schechen umgesiedelt. „Die Verwaltung hat lange darum gekämpft, dem Unternehmen eine Erweiterung am heimischen Standort zu ermöglichen. Wenn aber ein solcher Wunsch quer durch alle Stadtrats-Fraktionen abgelehnt wird, ist dies der demokratische Wille des Gremiums, den es zu respektieren gilt“, so Bauer.

Umso wichtiger sei es, rechtzeitig Vorsorge für künftige Gewerbeflächen zu treffen, wobei wie am Bahnhof Süd mit seinen insgesamt rund 20 Hektar Flächenrecycling vor der Neuausweisung stehen müsse. „Ich bekenne mich auch dazu, das geplante Mischgebiet auf der BayWa-Wiese zu verwirklichen, wenn dafür die notwendigen Voraussetzungen in der Verkehrsinfrastruktur nachgewiesen sind“, so die Oberbürgermeisterin. Zudem verfüge die Stadt über Vorratsflächen für gewerbliche Nutzungen in Brucklach an der Pano-Schwaig, die aktiviert werden könnten, wenn der Hochwasserschutz für dieses Gebiet nachgewiesen sei. „Es ist das erklärte Ziel der Stadt, über den Ankauf geeigneter Vorratsflächen sowohl Wohnbauland wie Gewerbeareale und auch ökologische Ausgleichsflächen vorhalten zu können. Gerade als flächenmäßig zweitkleinste kreisfreie Stadt in Bayern brauchen wir diese Optionen dringend“, so Bauer.

Die Oberbürgermeisterin brach aber auch eine Lanze für den gesamten Wirtschaftsraum: „Letztlich kommt es entscheidend darauf an, dass wir leistungsstarke Unternehmen in der Region Rosenheim halten bzw. neu ansiedeln. Ob das in einer SUR-Gemeinde erfolgt oder in Rosenheim selbst ist aus regionalwirtschaftlicher Sicht letztlich zweitrangig. Die Region als Ganzes wird von einer starken Unternehmensstruktur immer gemeinsam profitieren. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, wenn die Europäische Metropolregion München die Entwicklungsachse München – Mangfalltal – Rosenheim gezielt in den Fokus nimmt“, so Bauer. Welche wirtschaftliche Dynamik solche Achsen aufweisen, könne man an den etablierten Wirtschaftsräumen München – Augsburg, München – Ingolstadt und München – Flughafen – Landshut ablesen.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

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