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Videoüberwachung für Wiesn-Wache

Unser Archivbild zeigt zwei Polizei-Beamte bei der Arbeit auf dem Rosenheimer Herbstfest
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Unser Archivbild zeigt zwei Polizei-Beamte bei der Arbeit auf dem Rosenheimer Herbstfest

Rosenheim - Auf dem Rosenheimer Herbstfest werden 2012 nicht nur die Besucher videoüberwacht. Wie das OVB erfahren hat, bekommt jetzt auch die Polizei in der Wiesn-Wache Kameras.

Beim diesjährigen Herbstfest wird die Wiesnwache der Polizei erstmals mit Videokameras ausgestattet. Dies bestätigte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Demnach wird der öffentliche Bereich der Wache während der Dienstzeiten der Beamten von vier Kameras gefilmt. Entsprechende Schilder weisen die Besucher auf die Überwachung hin. Allerdings, so betont Sprecher Stefan Sonntag, würden keine Echtzeitaufnahmen stattfinden. Vielmehr würden die Bänder nur bei Bedarf herangezogen, etwa um Ordnungswidrigkeiten oder Widerstandshandlungen beweisen zu können. Benötige die Polizei die Bänder dagegen nicht zu Dokumentationszwecken, würden die Bänder nach einigen Wochen wieder gelöscht.

Dieser 15-Jährige verließ 2011 die Rosenheimer Wiesnwache mit erheblichen Verletzungen. Der Prozess zu diesem Vorfall beginnt im September.

Grund für die Aufrüstung der Wache ist laut Sonntag das Bedürfnis der Polizei zu zeigen: „Wir arbeiten sauber, wir haben nichts zu verheimlichen.“ Nach den Vorfällen auf der Wiesnwache im vergangenen Jahr,wo der ehemalige Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim einen 15-Jährigen misshandelt haben soll, sei diese Maßnahme leider geboten. Sonntag: „Wir müssen unsere Kollegen schützen vor eventuellen haltlosen Anschuldigungen.“

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Die Idee, in diesem Jahr die Kameras auf der Wache zu installieren, entstand Anfang dieses Jahres im Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim. Entsprechend dem bayerischen Datenschutzgesetz ist die Maßnahme absolut legal. Doch nicht nur um sich gegen den Vorwurf vermeintlicher Misshandlungen wehren zu können, werden die Kameras auf der Wache installiert. Wie aus dem jüngsten Bericht des Bayerischen Innenministeriums hervorgeht, nimmt die Gewalt gegen Polizeibeamte zu  – auch in Rosenheim. Laut Sprecher Sonntag stieg die Zahl der Angriffe auf Polizisten im Bereich des Polizeipräsidiums „deutlich“, zwei Drittel der Taten würden von Betrunkenen begangen.

Von Stefanie Zipfer/Oberbayerisches Volksblatt

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