Nach Anzeige

Polizeigewalt bei Mahnwache in Rosenheim? Präsidium geht Vorwurf eines Ehepaares nach

Demonstration der Querdenken-Bewegung in Nürnberg: Polizisten beobachten eine Demonstration gegen die Corona-Politik auf dem Kornmarkt. Der Protest wurde von der Gruppierung "Querdenken 911" organisiert.
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Bei einer Corona-Mahnwache am Ichikawa-Platz soll es zu überzogener Polizeigewalt gekommen sein. (Symbolbild)

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd will einen Vorfall bei einer Corona-Mahnwache am Ichikawa-Platz in Rosenheim lückenlos aufklären, in dessen Zusammenhang von überzogener Polizeigewalt die Rede war.

Rosenheim - Das Ehepaar Italo und Lieselotte Tognolo hatte Anzeige (Plus-Artikel) gegen einen Beamten erstattet, weil er die Frau bei einer Corona-Mahnwache am Ichikawa-Platz (Plus-Artikel) ungerechtfertigt so heftig geschubst haben soll, dass die 69-Jährige mit ihrem Kopf gegen eine Hausmauer gestoßen sein soll.

Polizeipräsident Robert Kopp berichtete im Rahmen einer Pressekonferenz darüber, dass seitens des Präsidiums bereits Kontakt mit der Anzeigenerstatterin aufgenommen worden sei. Die Kontaktaufnahme erwies sich für die Polizei als nicht ganz hürdenfrei, weil laut Kopp aus Sicht der Stadt Rosenheim datenschutzrechtliche Gründe nicht zugelassen hätten, dass sie der Polizei Beschwerdebriefe übermittelt, die in dieser Angelegenheit bei ihr eingegangen sind.

Als sehr hilfreich für die Kontaktaufnahme habe sich deshalb der Bericht in den OVB-Heimatzeitungen über den Vorfall erwiesen, in dem sich das Ehepaar namentlich zu den gegen die Polizei erhobenen Vorwürfen bekannte. „Das darf nicht ungeklärt im Raum stehen bleiben. Wir werden den Vorwürfen nachgehen und rekonstruieren, was da genau passiert ist“, verspricht Kopp.

Zu Details äußerte sich der Polizeipräsident nicht.

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