Nach Unfall mit zwei toten jungen Frauen in Rosenheim

Prozess Miesbacher Straße: Urteil gegen einen der beiden Angeklagten aufgehoben

Unfall Miesbacher Straße Rosenheim
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Bei dem schrecklichen Unfall im November 2016 auf der Miesbacher Straße in Rosenheim kamen zwei junge Frauen ums Leben.

Rosenheim - Auch knapp vier Jahre nach dem fürchterlichen Unfall auf der Miesbacher Straße, bei dem zwei junge Frauen vom Samerberg starben, kann immer noch kein juristischer Schlussstrich unter den Fall gezogen werden.

Das Oberste Bayerische Landesgericht in München hat laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) jetzt das Urteil gegen einen der beiden Verurteilten, den BMW-Fahrer aus Riedering, der zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden war, wegen eines Formfehlers aufgehoben und zur erneuten Verhandlung an das Landgericht Traunstein zurückverwiesen. Dort muss der Fall komplett neu aufgerollt werden - mit allen Zeugen und Sachverständigen. Das Urteil gegen den zweiten Angeklagten wurde vom Gericht bestätigt.

Bei dem Unfall am 20. November 2016 starben die damals 15-jährige Ramona D. und die 21-jährige Melanie R., beide vom Samerberg. Ramonas Schwester Lena überlebte den Crash mit schwersten Verletzungen. Ein Golf-Fahrer aus Ulm war mit seinem Wagen auf der Miesbacher Straße in das Fahrzeug der jungen Frauen gekracht. 

Schließlich hatte das Amtsgericht Rosenheim in erster Instanz zwei BMW-Fahrer (einen aus Riedering, einen aus Kolbermoor), die ebenfalls am Unfall beteiligt waren, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Beide gingen daraufhin in Berufung, die jedoch im November vergangenen Jahres vom Landgericht Traunstein abgeschmettert wurde. Gegen den Mann aus Kolbermoor fiel das Urteil in zweiter Instanz sogar härter aus. Die Anwälte legten daraufhin Revision beim Bayerischen Obersten Landesgericht ein. Jetzt geht der Fall jedoch zurück ans Landgericht Traunstein.

mw

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