Behelfs-Schutzmasken-Produktion für die RoMed Kliniken

Einer für den anderen – Gebrüder Nowak helfen gemeinsam

+
Auch bei der Anlieferung packen die Brüder gemeinsam an… und ein bisschen Spaß muss sein!

Rosenheim - Dank Dirk Nowak, Bruder des RoMed Chefarzt Kai Nowak, wird das Klinikum jetzt mit Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken versorgt. Die Geschichte dahinter: 

Die Meldung im Wortlaut:

Eigentlich ist Dirk Nowak von Beruf Schreiner und selbständiger Restaurator für kunsthistorische Objekte, doch als er in einem Telefonat zu Beginn der Corona-Krise von seinem Bruder und RoMed Chefarzt Kai erfährt, mit welchen Schwierigkeiten der Klinikverbund bei der Beschaffung von Schutzmaterial zu kämpfen hat, ist der Allgäuer mit seinem Ideenreichtum sofort zur Stelle

Ein erstes Schnittmuster für einen Behelfs-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) hatte er bereits 2003 aus der Zeit des SARS-Virus zur Hand um sich vor der damals drohenden Ausbreitung schützen zu können. „Da ich mich in meinem Betrieb mit Atemschutz, Arbeitssicherheitsmaßnahmen und Textilien befasse sowie gute Kontakte zu lokalen leistungsfähigen Betrieben bestehen, konnte zur Anfrage rasch ein Prototyp entwickelt werden“, erzählt der 43-Jährige. Als sogenannter „Mächler“ – einem bayerischen Alleskönner – gelang es ihm in Zusammenarbeit mit der Hemden- und Blusenfabrikation Beutel GmbH eine Großserienproduktion aufzunehmen. Doch galt es vorab auch Hindernisse zu überwinden: so musste ein geeigneter und lieferbarer Stoff gefunden werden sowie die rechtlich korrekte Deklaration des Produktes mit dem Regierungspräsidium Tübingen abgestimmt sein. 

Schon früh handwerkliche Leidenschaft entwickelt

Bereits in jungen Jahren kristallisierte sich die handwerkliche Leidenschaft der Gebrüder Nowak heraus. Und so schlug Dirk eine Laufbahn zunächst als Schreiner ein, ging auf eine drei Jahre währende Wanderschaft, bildete sich zum archäologischen Restaurator weiter und gründete seinen eigenen Betrieb. Der ältere Kai wiederum wählte eine berufliche Karriere in der Medizin, um nun sein Fingerspitzengefühl als Professor der Chirurgie einzusetzen. 

Zusammen sind die beiden nun nicht nur sich selbst, sondern auch anderen eine Stütze. „Für mich ist es etwas Besonderes, die Möglichkeit bekommen zu haben, in dieser Situation anderen weiterhelfen zu können“, so Dirk Nowak. „Zudem unterstützen uns bei der BMNS-Herstellung auch ehrenamtliche Personen, die derzeit aufgrund der Krise ihrer bisherigen Tätigkeit nicht nachgehen können.“ Durch die Maskenpflicht ist die Nachfrage an den hochwertigen BMNS kontinuierlich gestiegen, die Produktion läuft daher weiter auf Hochtouren.

Pressemeldung RoMed Kliniken

Kommentare