US-Generalkonsul besucht Gymnasium

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US-Generalkonsul Conrad Tribble bei der Diskussion mit Schülern des Karolinen-Gymnasiums.

Rosenheim - US-Generalkonsul Conrad Tribble besuchte am Mittwoch das Karolinen-Gymnasium. Dabei stand er den Schülern Rede und Antwort.

Seit 2009 ist Conrad Tribble US-Generalkonsul in München und damit – so der sein eigener Anspruch – „das Gesicht Amerikas in Bayern“. Nachdem er Rosenheim kürzlich anlässlich der Indianerausstellung und des Jubiläumsherbstfestes kennen und schätzen gelernt hatte, stattete er der Innstadt nun auf Einladung von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer einen weiteren Besuch ab.

Dieser führte ihn am 28. März 2012 ins Karolinen-Gymnasium. Dort begrüßten ihn neben Frau Bauer und Schuldezernent Michael Keneder auch Schulleiterin Sigrid Rechenauer sowie rund 180 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe aller drei Rosenheimer Gymnasien.

Werbung für den Schüleraustausch

Ziel des Besuchs war es, den Schülern einen aktuellen Einblick in die US-Außenpolitik zu verschaffen. Dabei sollten sie Gelegenheit zu kritischen Nachfragen zu erhalten. Schließlich sollten sie, so die Hoffnung Conrad Tribbles, ganz persönlich für die deutsch-amerikanische Völkerfreundschaft begeistert und als Gastschüler oder Gaststudenten über den „großen Teich“ gelockt werden.

Diesen Weg beschritt er selbst 1979/80 in umgekehrter Richtung, was ihm Deutschland nach mehreren beruflichen und privaten Stationen mittlerweile zur „zweiten Heimat“ gemacht hat.

Nach den Begrüßungen durch Frau Bauer und Frau Rechenauer, sowie einer kurzen Einführung, in der er über seine tägliche Arbeit berichtete, stellte sich der Generalkonsul rasch der Diskussion mit den Schülern. Und diese fiel zu seiner freudigen Überraschung sehr lebhaft aus.

Ernsthafte politische Fragestunde

Es gab kaum ein „heißes Eisen“, das die Rosenheimer Gymnasiasten nicht ansprachen. So ging es unter anderem um Menschenrechte inner- und außerhalb der USA, wobei auch das Terroristen-Lager in Guantanamo nicht ausgespart blieb. Weiterhin ging es um Umweltschutz, das US-Wahlsystem, die ganz unterschiedliche Haltung der beiden Nationen zu privatem Waffenbesitz, den amerikanisch-iranischen Konflikt und vieles mehr.

Für die Schüler war besonders eindrucksvoll, wie locker so ein „hohes Tier“ ihnen Rede und Antwort stand. Unter anderem lud Conrad Tribble, selbst Vater mehrerer jugendlicher Kinder und bekennender Rock- und Sportfan, die Rosenheimer Schülerinnen und Schüler dazu ein, Facebook-Freunde seines Konsulats zu werden. Als eine Schülerin seine Aussagen bezüglich der eigenen Sprachkenntnisse auf Herz und Nieren prüfte und eine Frage auf Spanisch stellte, parierte er locker und gut gelaunt auch in dieser Sprache.

Auftakt zu "Schüler treffen Persönlichkeiten"

Es ist zu hoffen, dass der Erfolg dieses Vormittags in zweierlei Richtung wegweisend sein wird. Zum einen steht er – wie Sigrid Rechenauer betonte – für die zunehmend enge und partnerschaftliche Kooperation zwischen den drei Rosenheimer Gymnasien, die sich demnächst auch in einem gemeinsamen Spendenlauf beweisen wird.

Zum anderen bildete der Besuch Conrad Tribbles den Auftakt zur neuen „Karo“-Veranstaltungsreihe „Schüler treffen Persönlichkeiten“. In dieser wird es als nächstes weitergehen mit dem Besuch Karl Schocks, des Gründers der Hilfsorganisation „Opportunity International Deutschland“. Mit der Organisation arbeitete das Karolinen-Gymnasium bereits im Rahmen des Projekts „KARO hilft – unsere Schule für Ashanti“ erfolgreich zusammen.

Pressemitteilung Karolinen-Gymnasium

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