Video: Lasermessungen in Miesbacher Straße Rosenheim

Fluchen bringt nichts: Einsicht statt Wut

Lasermessung in der Miesbacher Straße, Höhe Hohenofener Straße, in Rosenheim
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Lasermessung in der Miesbacher Straße, Höhe Hohenofener Straße, in Rosenheim

Rosenheim - Am Mittwoch, den 18. April, war es wieder so weit: Der Blitzmarathon erreichte auch unsere Region. In der Miesbacher Straße in Rosenheim führten die Beamten des Polizeipräsidium Oberbayern Süd Lasermessungen durch. Doch fuhren die Leute dadurch wirklich langsamer?

Jedes Jahr findet bundesweit ein Blitzmarathon statt. Dabei führt die Polizei 24 Stunden lang gleichzeitige Radarmessungen an zahlreichen Standorten in Bayern durch. Auch in der Miesbacher Straße in Rosenheim positionierten sich die Beamten des Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Mittwoch. Gemessen wurde außerorts, im 70er-Bereich. Dort mussten die Autofahrer besonders achtsam fahren. 

Unfallstrecke darf nicht unterschätzt werden 

Den Polizeibeamten ging es aber keineswegs darum, einen "möglichst großen Fang" zu machen und den Spitzenreiter festzustellen: "Wir wollen bewirken, dass dem Verkehrsteilnehmer nochmal ins Gedächtnis gerufen wird, wie wichtig es ist, dieangepasste Geschwindigkeit zu fahren", so Sabine Gerke, Hauptkommissarin des Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Weiter erklärt sie, dass man sich für diese Strecke entschieden habe, weil hier sehr viele Unfälle passieren würden. Erst im November 2016 ereignete sich in der Miesbacher Straße ein tragischer Unfall, bei dem zwei junge Mädchen aus Samerberg tödlich verunglückten

Viele Temposünder auf Miesbacher Straße?

Auf der kurvigen Strecke werde oftmals viel zu schnell gefahren. Doch laut Sabine Gerke könne man an diesen Tagen feststellen, dass die Autofahrer sehr vorsichtig fahren würden. "Der Verkehrsteilnehmer an sich ist brav. Es gibt natürlich immer mal wieder kleine Ausreißer", fährt sie fort. Dass sich die meisten Autofahrer an das vorgegebene Tempo hielten, lag vermutlich auch daran, dass der Blitzmarathon angekündigt war.      

Aber waren die Temposünder denn auch einsichtig? Polizeihauptkommissarin Gerke sagt ganz klar: "Im Normalfall schon, ja. Die meisten sagen 'Ach ja, Mensch, hab ich vergessen' und 'Ja, Sie haben ja recht."

Blitzmarathon 2018: Fuhren Autofahrer langsamer?

Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
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Blitzmarathon 2018 in der Region
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Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
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Blitzmarathon 2018 in der Region
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Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml
Blitzmarathon 2018 in der Region
Blitzmarathon 2018 in der Region © sml

Fluchen bringt nichts: Einsicht statt Wut 

Nicht alle, die am Mittwoch zu schnell dran waren, sind gleich Raser. Oftmals spielen auch andere Dinge mit eine Rolle, wie uns eine Temposünderin bestätigte: "Ich hab einen sehr unangenehmen Termin und war mich da gedanklich am Vorbereiten und dann leider nicht so anwesend." Doch das wichtigste ist doch, dass die Leute einsichtig sind: "Ist halt so, ja. Ist halt blöd und sollte eigentlich auch nicht so sein. Von dem her ist das völlig in Ordnung", gesteht sich die Dame ein. 

Auch wenn die Autofahrer nicht erfreut über die Bußgeldzahlung waren, zeigten sich alle einsichtig. In Zukunft werden sie wohl mehr auf die Schilder am Straßenrand achten.

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