200 Jahre Rosenheimer Postgeschichte

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Postkutsche auf der Mangfallbrücke an der Innstraße um 1910

Rosenheim - Im Frühjahr 1812 starte eine 200-jährige Geschichte. Mit einer Vielzahl von Bildern und Texten zeigt das Stadtarchiv die Rosenheimer Postgeschichte.

Mit einer Ausstellung erinnert das Stadtarchiv an die Errichtung der Postexpedition Rosenheim vor 200 Jahren. Mit der Erhebung der Landstraße München-Rosenheim-Salzburg zur Poststraße begann im Frühjahr 1812 die 200-jährige Geschichte des Postwesens in der Innstadt. Die Rosenheimer Bevölkerung feierte am 1. April 1812 die Erhebung zur Postexpedition mit großem Aufwand.

Ausstellung im Lesesaal des Rosenheimer Stadtarchivs, Reichenbachstraße 1a

Eine im Stadtarchiv erhaltene Rechnung listet Pulver für Salutschüsse sowie Ausgaben für einen am künftigen „Posthaus“, dem Gasthof des Jakob Amann am Ludwigsplatz, angebrachten Festschmuck auf. Für den Markt Rosenheim galt die Erhebung zur Postexpedition damals als erheblicher Bedeutungsgewinn. Die Fahrt mit der Postkutsche auf der 56 Kilometer langen Strecke von Rosenheim nach München war damals mit einer Dauer von immerhin rund sieben Stunden jedoch noch sehr beschwerlich.

Das Rosenheimer Stadtpostamt in der ehemaligen, säkularisierten Michaelskapelle neben der Nikolauskirche, um 1900

Die Ausstellung im Lesesaal des Stadtarchivs, die von Archivarin Tina Buttenberg und Stadtheimatpfleger Karl Mair zusammengestellt wurde, zeigt anhand von Texten, Bildern und historischen Dokumenten die 200jährige Geschichte des Postwesens in Rosenheim. Dabei wird auf die bescheidenen Anfänge des Postverkehrs im frühen 19. Jahrhundert ebenso eingegangen wie auf die ersten Postämter und den Beginn der Telegraphie und des Telefonwesens in Rosenheim. Zu sehen ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs am Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

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