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2,4 Tonnen schwere Weißtanne

Ein Hauch von Weihnachten: Rosenheimer Christbaum eingeschwebt - aus welchem Garten er stammt

Christbaum Rosenheimer Max-Josefs-Platz
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Mit großem Gerät wird der Christbaum auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz aufgestellt.

Rosenheim ist mitten in den Weihnachtsvorbereitungen. Die ersten Schilder weisen auf den Christkindlmarkt hin. Seit Donnerstag, 10. November, steht nun auch der Christbaum, angefahren aus dem Inntal. Dabei hätte ihn die Polizei beinahe vergessen.

Rosenheim - Jedes Jahr aufs neue macht sich Peter Gabler von der Rosenheimer Stadtgärtnerei auf die Suche nach einem passenden Baum für die Rosenheimer Innenstadt. Die Tanne, nah an einer Straße in Brannenburg,  habe er dafür schon seit einigen Jahren im Blick gehabt. Immer wieder fuhr Gabler auf dem Weg zum Ski-fahren an ihr vorbei.

Jedoch habe sie bisher noch nicht die richtige Stärke gehabt, um als Christbaum für den Max-Josefs-Platz in Rosenheim in Frage zu kommen. Jetzt wäre die Tanne jedoch perfekt und so hat sich Gabler an die Eigentümer gewendet.

Baum wird zur Gefahr

Der Gedanke, dass der riesige Baum bei einem Sturm umstürzen könnte, habe Besitzer Herbert Donaubauer schon länger ein ungutes Gefühl bereitet. „Er ist einfach gefährlich“, erklärt er. Bei starken Winden habe man bereits beobachten können, wie der Stamm sich biege. Das Risiko des Umstürzens wachse genau so schnell wie der Baum selbst. „Uns tut er ja auch Leid“, ergänzt Donaubauer, „aber irgendwann ist einfach Ende.“ Auch Autofahrer die aus einer abzweigenden Straße abbiegen müssen, hätten sich schon über die eingeschränkte Sicht beschwert. „Deswegen habe ich unten schon Äste abgeschnitten.“

Der Rosenheimer Christbaum kommt heuer aus Brannenburg.

Am Donnerstagmorgen, 11. November, um 8 Uhr ist es dann soweit, die Fällarbeiten beginnen. Der Nieselregen ist zwar nicht angenehm, gehört aber im Vergleich zu den Jahren davor noch zu den besseren Wetterbedingungen. „Wir hatten auch schon meterhohen Schnee um diese Zeit“, erzählt Gabler, „da musste man die ganzen Massen erst einmal vom Baum runterschütteln.“

2,7 Tonnen schwere Tanne

Mit einem Kran werden zwei Männer an das erste Drittel des Baumes heraufgefahren, um dort Seile und Karabiner befestigen zu können. Nachdem etwas Zug nach oben aufgebaut wurde, fängt ein Mittarbeiter an den Stamm unten mit einer Kreissäge durchzusägen. Nur wenige Minuten später schwebt die 2,4 Tonnen schwere und 14 Meter große Weißtanne neben dem Wohnhaus und wird auf einen Anhänger verladen. Die Fällung sei ohne Probleme verlaufen, so Gabler.

Die Mitarbeiter der Rosenheimer Stadtgärtner fällten in den Morgenstunden die große Tanne.

Ein neuer Baum soll in Brannenburg gepflanzt

„Es hat halt alles seine Zeit“, seufzt Marianne Donaubauer, die das Geschehen aus der Ferne beobachtet, wehmütig. Schon vor 40 Jahren habe ihr Vater die Tanne gepflanzt. „Wir werden uns schon daran gewöhnen müssen“, ergänzt ihr Mann etwas betrübt und betrachtet die nun leere Grünfläche des Gartens. Bald werde er einen neuen Baum, mit mehr Entfernung zur Straße, pflanzen.

Herbert Donaubauer und seine Frau Marianne aus Brannenburg haben heuer den Christbaum gespendet.

Ein kleines Hindernis gab es dann doch. Der Christbaum muss wegen seiner Größe und Länge immer von der Rosenheimer Polizei mit Fahrzeugen auf dem Weg zum Max-Josefs-Platz begleitet werden. Doch dort hatte man den Termin glatt vergessen. Und so kommt die Weißtanne mit Fahrtbegleiter mit etwas Verspätung um halb zwölf an ihrem neuen Zuhause an.

Am Max-Josefs-Platz wird sie sodann, mithilfe eines Krans, aufgerichtet und in einem 1,20 Meter tiefen Loch eingekeilt. Es ist der erste Baum seit Jahren, der nicht aus der Stadt selbst kommt.

Immer mehr Zuschauer haben sich bereits um die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei eingefunden und beobachten, wie der geliebte Rosenheimer Christbaum aufgestellt wird. Bald wird er mit Lichtern geschmückt, neben ihm wird dann eine Krippe aufgebaut. Zusammen mit dem Christkindlmarkt (Eröffnung 25. November) wird der Christbaum dann wieder für eine weihnachtliche Atmosphäre in der Stadt sorgen.

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