Gema-Demo: Party statt Profite

Rosenheim – Mit einer Demo wollen Jugendliche am Freitag gegen die Erhöhung der Gema-Gebühren vorgehen. Die Erhöhung soll Anfang nächsten Jahres erfolgen.

Rund 200 Demonstranten gegen die Gema-Gebühren

Um bis zu 2839 Prozent könnten nach Berechnungen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) für viele Betriebe die Gebühren steigen, die sie bei Musikveranstaltungen an die Gema abzuführen haben. Diese Zahlungen werden entsprechend auf die Besucher der Veranstaltungen abgewälzt - und zwar durch höhere Eintrittspreise.

Dies soll jetzt, unter anderem durch Demos in ganz Deutschland, gestoppt werden. Auch in Rosenheim sind es rund 200 Jugendliche und junge Erwachsene, die sich die Erhöhung nicht bieten lassen wollen. Sie versammeln sich am Freitag, 28. September, zu einem Demonstrationszug.

„Das Taschengeld wird knapp“

In einem Interview mit rosenheim24.de, sagt der Mitveranstalter Tim (14 Jahre, aus Rosenheim), dass durch eine Erhöhung der Gebühren das Feiern für viele Jugendliche künftig nicht mehr finanzierbar sei. „Bislang liegen die Eintrittspreise für Clubs und Diskotheken bei 2-4 Euro. Das ist in Ordnung. Durch die Erhöhung der Gema-Gebühren werden die Eintrittspreise künftig auf bis zu 15 Euro steigen“, erklärt Tim. Dann werde das Taschengeld knapp.

„Wir wollen auf uns aufmerksam machen“

Das wollen Tim und seine Mitstreiter unter allen Umständen verhindern. Die Demo „Party statt Profite“ sei dafür ein gutes Mittel: „Mit der Demo können wir auf uns aufmerksam machen. Schließlich sollten wir Jugendlichen ein Recht darauf haben, feiern zu gehen“, erklärt Tim.

Die Demonstration beginnt mit einer Kundgebung um 14 Uhr am Rosenheimer Bahnhof. Um ca. 14:30 Uhr, wird es einen Demonstrationszug über die Bahnhofsstrasse, Münchener Straße zum Max-Josefs-Platz, geben.300.000 Unterschriften gegen die Gema-Erhöhung

Nicht nur Demos finden derzeit gegen die geplante Erhöhung der Gema-Gebühren im nächsten Jahr statt. Viele Jugendliche und auch Diskotheken-Betreiber selbst, haben sich einer Online-Petition angeschlossen. Darin werden Unterschriften gegen die Gema-Erhöhung gesammelt. Rund 300.000 Unterschriften sind bereits zusammengekommen. Gegner der Erhöhung haben noch eine Woche Zeit, sich zu beteiligen.

kmr

Rubriklistenbild: © dpa

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