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Besuch noch bis Sonntag (24. April) möglich

Der Frühling in Rosenheim geht langsam zu Ende: So fällt die Bilanz der Schausteller aus

Christine Fahrenschon zeigt sich zufrieden mit den vergangenen Wochen.
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Christine Fahrenschon zeigt sich zufrieden mit den vergangenen Wochen.

Was als Trostpflaster für den coronabedingt abgesagten Christkindlmarkt galt, geht am Sonntag zu Ende: der „Frühling in Rosenheim“. Die Schausteller haben gegenüber den OVB-Heimatzeitungen jetzt ein Fazit gezogen.

von Sophia Mayer

Rosenheim – Darko Trautwein steht mit seinem Wagen an der Münchner Straße vor dem Salingarten und verkauft dort seit Ende März neben gebrannten Mandeln und Zuckerwatte eine Vielzahl an Süßwaren. Nach der kurzfristigen Absage des Christkindelmarkts im Dezember machte sich eine große Enttäuschung in der Rosenheimer Schaustellerbranche breit. „Am Samstag hätten wir aufbauen sollen und am Mittwoch haben wir die Absage bekommen“, erzählt Trautwein. Als Entschädigung hierfür veranstaltete die Stadt Rosenheim den „Frühling in Rosenheim“, um den regionalen Schaustellern eine Alternative bieten zu können.

Große Hoffnung auf die kommende Saison

Darko Trautwein stimmt sich hoffnungsvoll auf ein Herbstfest 2022.

Trautwein bezeichnet die Unterstützung als „guten Notnagel“. Es sei durchaus eine hilfreiche Aktion gewesen, jedoch kein Vergleich zu den umsatzreichen Veranstaltungen, wie dem Herbstfest oder dem Weihnachtsmarkt. Bereits im vergangenen Jahr war Trautwein mit seinem Stand Teil des „Sommers in Rosenheim“. Dieses Mal sei der Gewinn jedoch nicht so groß, wie im letzten Sommer. „Weil es einfach zu kalt war“, sagt Darko Trautwein. Mit großer Hoffnung auf die kommende Saison setzt er am Sonntag seine Reise fort. Das Frühlingsfest in Großkarolinenfeld, das Pfingstvolksfest in Bad Aibling und das Herbstfest stehen auf seinem Plan.

Der Wagen des Familienunternehmens Krimpelstötter steht auf dem Max-Josefs-Platz. Das Unternehmen ist 2023 bereits seit 90 Jahren Bestandteil des Herbstfests und geht mit Manuel Krimpelstötter schon in die vierte Generation. Auch er verkauft hier im Rahmen des „Frühlings in Rosenheim“ Süßwaren jeglicher Art. Die kurzfristige Absage des Christkindlmarktes war für ihn und seinen Vater Heinz zunächst ein Schock. Es sei bereits viel investiert und vorbereitet worden, worauf lange keine Entschädigung folgte. Der „Frühling in Rosenheim“ sei für sie ein guter Ersatz, wenn auch nur ein geringer Teil der Einnahmen des Weihnachtsmarktes. „Wir sind froh, dass wir überhaupt Geld verdienen konnten. Die vorherigen zwei Jahre haben wir schlechte Umsätze gemacht“, erklärt Heinz Krimpelstötter.

Heinz (links) und sein Sohn Manuel Krimpelstötter sind dankbar für die Resonanz.

Positive Resonanz der Besucher

Die Resonanz der Menschen sei überwiegend positiv. Vor allem die Kinder seien froh um die Abwechslung im Rosenheimer Stadtalltag. Im Hinblick auf die kommenden Monate zeigen sich die Beiden zuversichtlich. Bereits am Samstag verlässt er Rosenheim und steht mit seinem Wagen am Sonntag auf dem Warenmarkt in Neubeuern und auf der Musikfestwoche in Kiefersfelden. Auch auf den anstehenden Volksfesten in Großkarolinenfeld und Bad Aibling, sowie dem Sommefestival in Rosenheim ist die Familie Krimpelstötter anwesend – auf letzterem jedoch mit ihrem Würstelstand.

Ebenfalls auf dem Max-Josefs-Platz vertreten sind Werner und Alexander Hermann mit ihrer Mandelbrennerei. 1923 wurde der Betrieb in Rosenheim gegründet und feiert 2023 sein 100-jähriges Bestehen. Der Umsatz der letzten Wochen sei zufriedenstellend, erklärt Alexander Hermann. Er profitiere überwiegend von der guten Laune der Kunden. Diese scheinen von ihren neu gewonnenen Freiheiten Gebrauch zu machen. „Man merkt, dass die Menschen wieder raus wollen“, sagt er. Mit großer Hoffnung blickt Alexander Herrmann auf das Rosenheimer Herbstfest. Hierfür sollen nämlich schon bald die nötigen Vorbereitungen beginnen.

Werner (links) und Alexander Herrmann freuen sich auf die kommende Saison.

Schmalzkuchen und Lángos

Nahe des Mittertors verköstigen Lothar und Claudia Horländer die Rosenheimer mit ihren frischen Schmalzkuchen und Lángos. Der Schaustellerbetrieb ist seit 2002 regelmäßig auf dem Rosenheimer Christkindlmarkt und Herbstfest vertreten. Auch Claudia Horländer ist mit dem Ergebnis des „Frühlings in Rosenheim“ zufrieden. „Wir finden, dass es notwendig war, dass man nach einer so dramatischen Zeit wieder etwas Leben in die Stadt bringt“, erklärt sie. Der „Frühling in Rosenheim“ habe sich, trotz einiger regnerischer Tage, durch die Lockerungen entspannter gestaltet, als die Sommer der Vorjahre.

Auch die Schaustellerfamilie Fahrenschon ist dieses Jahr wieder mit drei Ständen in der Innenstadt vertreten. Darunter befinden sich ein Schießstand, das Kinderkarussel „Bayernralley“ und ein 24 Meter hohes Riesenrad. Christine Fahrenschon zeigt sich am Kinderkarussel sehr zufrieden über die letzten Wochen. Sie merke, dass auch die Kinder das schöne Wetter ohne ihre Maske und den nötigen Abstand mehr genießen können und freut sich sie wieder so unbeschwert erleben zu dürfen.

Menschen den Spaß zurückbringen

Ihr Neffe Christian Charley bedient in der letzten Woche den Schießstand am Mittertor. Auch er freut sich über die durchgehend positive Stimmung. Für ihn ist der „Frühling in Rosenheim“ ein guter Ausgleich, sollte das Herbstfest noch einmal ausfallen. „Uns geht es darum, dass in Rosenheim etwas los ist, und die Menschen Spaß haben“, sagt er.

Bis Sonntag ist die Familie noch mit ihren Ständen in der Innenstadt anzutreffen und freut sich mit den anderen Schaustellern über weitere Besucher.

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