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„Die wichtigsten Weichen sind gestellt“

Der scheidende Leiter der Rosenheimer Veranstaltungs- und Kongressgesellschaft nimmt beruflich Abschied

Peter Lutz.
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Peter Lutz.

Nach 15 Jahren an der Spitze der Rosenheimer Veranstaltungs- und Kongressgesellschaft nimmt Peter Lutz seinen Hut. Wohlgemerkt geht er nicht im Bösen, im Gegenteil: Er hinterlässt in seinen Augen seinem Nachfolger ein gut bestelltes Feld. Auch wenn die vergangenen beiden Jahre schwierig waren.

Rosenheim – Der Leiter der Rosenheimer Veranstaltungs- und Kongressgesellschaft, Peter Lutz, geht in den Ruhestand. Mitden OVB-Heimatzeitungen sprach er über die Höhepunkte an der Spitze der Gesellschaft und seine Begegnung mit Altkanzler Gerhard Schröder.

Nach knapp 15 Jahren verabschieden Sie sich von der Leitung der Veranstaltungs- und Kongressgesellschaft VKR. Wie schwer oder leicht ist Ihnen diese Entscheidung gefallen?

Peter Lutz: Da die von der VKR betriebenen Einrichtungen Kultur- und Kongress Zentrum Rosenheim und Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim mittlerweile modernisiert und dank des hochmotivierten und qualifizierten Personals im jeweiligen Veranstaltungsmarkt auch bestens positioniert sind, war die Entscheidung am Ende nicht wirklich schwer. Die wichtigsten Weichen für eine erfolgreiche Zukunft sind gestellt, so dass ich mir sicher bin, dass die VKR auch weiterhin eine Spitzenposition in Bayern belegen kann.

Die VKR umfasst nicht nur das Kultur- und Konkresszentrum Kuko sowie den Lokschuppen, sondern zeichnet auch verantwortlich für einige Parkhäuser in der Stadt wie auch für die Touristinformation. Wie bringt man das als Geschäftsführer alles unter einen Hut?

Lutz: Auch in diesen Bereichen verfügt die VKR über sehr gutes Personal. Die zahlreichen von uns betriebenen Parkhäuser und Parkplätze sind voll durchorganisiert. Sie funktionieren nahezu störungsfrei und entsprechen inzwischen wegen der vor Kurzem aktualisierten Parkraum-Soft- und -hardware dem neusten technischen Stand. Und unsere Touristinfo Rosenheim besteht aus einem kleinen, aber feinem Frauen-Power-Team.

Es organisiert die im letzten Jahrzehnt erfreulicherweise enorm gestiegene Anzahl an Stadtführungen äußerst effektiv und kundenorientiert. Den enormen Erfolg im Stadttourismus verdanken wir vor allem der beliebten ZDF-Serie Rosenheim-Cops. Sie hat unsere Stadt bundesweit bekannt gemacht. Deshalb ziehen wir Gäste aus ganz Deutschland und auch Österreich an.

Ihre letzten Jahre als Geschäftsführer waren von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen überschattet. Welche Erfahrungen nehmen Sie aus dieser Zeit mit?

Lutz: Wie vermutlich die allermeisten Menschen auf der Welt würde ich es gerne bei einer einmaligen Erfahrung mit einer Pandemie belassen wollen. Seit März 2020 für zwei Jahre unverschuldet nahezu handlungsunfähig im Veranstaltungsbereich zu werden, macht keinen Spaß.

Welche Veranstaltung aus Ihrer Zeit ist Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Lutz: Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Ausstellung „Dinosaurier – Giganten Argentiniens“ im Jahr 2009 war für das Ausstellungszentrum Lokschuppen sicherlich richtungsweisend. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass die von uns prognostizierte Besucherzahl von 180.000 damals von einem Mitglied des Stadtrates als „größenwahnsinnig“ bezeichnet wurde. Zum Ausstellungsende hatte der Lokschuppen dann 280.000 Gäste angelockt. Ein besonderes Highlight war sicherlich auch das Jubiläumskonzert zum 30-jährigen Bestehen des Kuko mit Anne-Sophie Mutter und den berühmten Trondheim Soloists im Jahr 2012.

Und auch das Benefizkonzert für die Hochwasser-Opfer im Jahr 2016 mit Zubin Mehta, Martin Grubinger und anderen Weltstars sowie dem Chor und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hatte Weltniveau. Und unvergessen bleiben der feierliche Empfang unseres Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im April 2017 und der kumpelhafte Handschlag durch den damaligen Bundeskanzler Schröder, als er 2005 nach einer Wahlkampfveranstaltung auf dem Max-Josefs-Platz völlig überraschend über den Verwaltungseingang ins Kuko kam und mich als Allerersten begrüßte.

Auf der anderen Seite: Welches Desaster würden Sie lieber aus Ihrem Gedächtnis streichen?

Lutz: Wir alle sind froh, dass es bei der VKR seit unserer Gründung im Jahr 1982 noch nie ein Desaster gegeben hat.

Auch für das Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum zeichnete der Geschäftsführer der Rosenheimer Veranstaltungs- und Kongressgesellschaft, Peter Lutz, verantwortlich.

Knapp elf Millionen Euro flossen in die Sanierung des Ausstellungszentrums Lokschuppen. Hat sich der finanzielle Aufwand trotz Corona-Beschränkungen gelohnt?

Lutz: Ja, und er wird sich auch künftig weiter lohnen. Die pandemiebedingten Einschränkungen werden in überschaubarer Zeit der Vergangenheit angehören.

Das Sanierungsprojekt wird Rosenheim als Riesenerfolg bleiben. Das Ausstellungszentrum ist für die nächsten 20, 30 Jahre gut aufgestellt. Es liegt nun an den Ausstellungsmachern, weiterhin erfolgreiche Projekte zu realisieren und an der Stadtpolitik, das Ausstellungshaus dabei weiterhin zu unterstützen.

Mit welchen Wünschen geben Sie Ihre Aufgabe an Ihren Nachfolger ab?

Lutz: Der neuen Geschäftsführung wünsche ich ein glückliches Händchen, insbesondere bei der Entwicklung strategischer Konzepte für die Verzahnung von VKR, Stadtmarketing und Kulturamt und ihrer Umsetzung im Einvernehmen mit den städtischen Gremien.

Für welche Dinge bleibt Ihnen künftig mehr Zeit?

Lutz: Das hängt von meinen künftigen Herausforderungen ab. Ich hoffe, diese werden weniger zeitintensiv sein.

Werden Sie dem Lokschuppen wie auch dem Kuko künftig noch privat die Treue halten und Ausstellungen sowie Konzerte dort besuchen?

Für mich ist es selbstverständlich, allen Einrichtungen der VKR und auch der Stadt Rosenheim weiterhin verbunden zu bleiben. Das fällt ja auch nicht schwer. Denn Kuko und Lokschuppen sind schließlich Rosenheims bedeutendste Kultureinrichtungen.

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