Einladende Außengestaltung für Kirche und Co.

Rosenheim - Studenten der FH Rosenheim entwarfen im Projekt „FreiRaum Kirche“ Gestaltungspläne für die Außenanlagen der Pfarrei St. Michael.

Die einen mögen es eher schlicht, die anderen bunt. Die Wirkung eines Raums hängt jedoch von weit mehr als nur der Inneneinrichtung ab. Dass die Verbindung von innen nach außen ein wichtiges Element bei der Gestaltung von Räumen ist, lernen Studierende im Bachelorstudiengang Innenarchitektur an der Hochschule Rosenheim.

In einem Wahlpflichtfach hatten zehn Studierende des dritten Semesters nun die Möglichkeit, ihr Wissen anzuwenden: Im Projekt „FreiRaum Kirche“ entwarfen sie Gestaltungspläne für die Außenanlagen der Pfarrei St. Michael, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule an der Westerndorfer Straße liegt.

Vor rund 60 Gemeindemitgliedern stellten die Studierenden Anfang Februar ihre Entwürfe und Modelle vor. Anschließend kürte eine Jury aus Architekten, der Kirchengemeinde und Hochschulvertretern zwei Preisträger und sprach zwei zusätzliche Anerkennungen aus. Das Kooperationsprojekt „FreiRaum Kirche“ war auf Initiative des Pastoralreferenten Alfred Schott entstanden.

Professorin Ulrike Förschler, Dekanin der Fakultät für Innenarchitektur, war von der Idee begeistert: „Für unsere Studierenden ist es im Hinblick auf die spätere Berufspraxis wichtig, auch Einblicke in die Fachgebiete Architektur oder Landschaftsarchitektur zu bekommen. Oft arbeitet man Hand in Hand, die Gebiete gehen ineinander über. Warum sich also nicht im Studium schon einmal in die andere Seite hineindenken?“ Von der Straße aus gesehen, wirkt das Gelände der Pfarrgemeinde St. Michael eher unscheinbar.

Es besteht aus einem Ensemble aus drei vom Münchener Architekten Otto Steidle entworfenen Gebäuden – Kirche, Pfarrheim, Pfarrhaus. Im Herbst 2013 wurde das renovierte Pfarrheim bezogen, das mit großen Glasflächen viel Raum für den Blick nach draußen auf die bisher noch wenig gestalteten Außenanlagen bietet.

Aufgabe für die Studierenden war es, die Außenbereiche in Bezug zu den Innenräumen und geplanten Nutzungen neu zu definieren und Raumkonzepte zu entwickeln, die ein attraktives Freiraumangebot aufzeigen für die Menschen, die sich dort aufhalten, arbeiten oder den Gottesdienst besuchen.

Die insgesamt vier in Teams erarbeiteten Entwürfe der Studierenden verfolgten die Idee, mehr Aufmerksamkeit von der Straße einzufangen und gleichzeitig eine Abgrenzung von der Geräuschkulisse zu schaffen. Für den hinter den Häusern gelegenen Bereich schlugen die Studierenden die Gestaltung eines Barfußpfades oder Labyrinths vor.

Eine weitere Öffnung des Geländes wäre durch eine neue Wegeführung, zusätzliche Sitzmöglichkeiten und die Fortführung des vom Kirchengebäude ausgehenden, in Strahlen angeordneten Pflastersteinmusters, möglich. Auch der Parkplatzsituation nahmen sich die Studierenden an.

Unterstützt wurden die Studierenden bei der Entwurfsplanung auch von der Rosenheimer Landschaftsarchitektin Gertrud Stiegler, die als Lehrbeauftragte bei Fragen zu Entwürfen zur Verfügung stand. „Bei den Entwürfen waren tolle Anregungen dabei, die wir gerne in den nächsten Jahren umsetzen wollen“, so Pastoralreferent Schott.

Pressemitteilung FH Rosenheim

Rubriklistenbild: © Daniela Kraus

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