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Rosenheimer Bundestagskandidaten

Erdogan wirft Winhart Nähe zu "AfD-Rechtsaußen" vor

Der Ton im Wahlkampf wird schärfer: Abuzar Erdogan wirft der Rosenheimer AfD nun eine Nähe zum rechten Parteiflügel vor.
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Der Ton im Wahlkampf wird schärfer: Abuzar Erdogan (links) wirft der Rosenheimer AfD um Andreas Winhart nun eine Nähe zum rechten Parteiflügel vor.

Kolbermoor/Rosenheim - Kritisch bewertet SPD-Bundestagskandidat Abuzar Erdogan die jüngsten Wahlkampfveranstaltungen der AfD im Kolbermoorer Mareissaal.

Am Mittwoch wird André Poggenburg, AfD-Fraktionsvorsitzender in Sachsen-Anhalt, in der Mangfallstadt erwartet. Für SPD-Bundestagskandidat Abuzar Erdogan zeigt sich damit, dass die Rosenheimer AfD die Nähe zum rechten Parteiflügel suche, nachdem Ende Juni bereits die umstrittene Beatrix von Storch in Kolbermoor war

"Der AfD-Kandidat Winhart gibt sich öffentlich gerne konservativ, tatsächlich aber sucht er die Nähe zum rechten Flügel seiner Partei und lädt nun erneut einen AfD-Rechtsaußen nach Kolbermoor ein", so Erdogan.

Erdogan: Mit solchen Leuten gibt sich die Rosenheimer AfD ab

"Poggenburg wurde nach einer wiederholt extremen Äußerung in einer Whatsapp-Gruppe sogar vom eigenen AfD-Bundesvorstand abgemahnt und gerügt. Er rückte die Partei nämlich, ich zitiere wörtlich den Beschluss des Vorstands, 'in die Nähe des Rechtsradikalismus'. Mit solchen Leuten gibt sich also die AfD hier in der Region ab", äußerte Erdogan sein Unverständnis über diese Einladung. 

"Während Poggenburg mit NPD-nahen Sprüchen wie 'Deutschland den Deutschen' auffällt, verlangte von Storch in Kolbermoor die Wiedereinführung des Abstammungsprinzips. Das bedeutet: Nur Kinder von Deutschen können deutsche Staatsbürger werden. Ein Schlag ins Gesicht von über 17 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland", erklärte der SPD-Bundestagskandidat weiter. 

Insgesamt betrachte Abuzar Erdogan mit Sorge, wohin sich die AfD in der Region bewege: "Andreas Winhart war früher in der CSU und Jungen Union aktiv, nun umgibt er sich mit Politikern wie Poggenburg und von Storch. Mit konservativer Politik hat das nichts mehr zu tun. Es wird immer deutlicher: Wer Winhart wählt, stärkt ganz offensichtlich den rechten Flügel der AfD."

So reagiert Winhart auf die Vorwürfe

Auf Anfrage von rosenheim24.de reagierte AfD-Bundestagskandidat Andreas Winhart umgehend auf diese Vorwürfe. 

"Die AfD deckt mit ihrem Programm und ihren Mitgliedern ein sehr weites Spektrum unserer Gesellschaft ab. André Poggenburg ist mit seinem Team der erfolgreichste Wahlkämpfer bei Landtagswahlen für die AfD, was sein sensationelles Ergebnis von über 24 Prozent in Sachsen-Anhalt zeigt. Die Wählerwanderungen zeigten, dass viele Wähler von der SPD, teils sogar von der Linken, zur AfD gewechselt sind und sich bewusst für die AfD und André Poggenburg entschieden haben", entgegnete Winhart zunächst. 

Dann teilte der AfD-Kandidat selbst gegen seinen politischen Kontrahenten aus: "Herr Abuzar Erdogan scheint im Wahlkampf statt auf eigene Inhalte vermehrt auf die Diffamierung von Mitbewerbern zu setzen und versucht sich mittels deren Bekanntheit zu profilieren." Damit spielte Winhart auf die Kritik Erdogans an der "Ehe für alle"-Ablehnung durch die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig an. 

Erdogan habe keine Kenntnis über die internen Strukturen der AfD, deshalb sei er gut beraten, lieber zunächst "vor der eigenen Tür zu kehren und sich nach den G20-Ausschreitungen in Hamburg von den Jusos und ihren Antifa-Freunden zu distanzieren."

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