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"Forscherinnen-Camp" in Rosenheim

An Platinen und der eigenen Karriere tüfteln

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Mit tatkräftiger Unterstützung der Kathrein Werke, der Hochschule Rosenheim, der bayerischen Metall- und Elektro- Arbeitgeberverbände und dem Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie setzte das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft das "Forscherinnen-Camp" um.

Rosenheim - Zum ersten mal fand in Rosenheim, mit tatkräftiger Unterstützung der KATHREIN KG und der Hochschule, ein "Forscherinnen Camp" statt. Was die jungen Nachwuchs-Ingenieure geleistet haben:

Wer baut die Autos von morgen? Wo werden in Zukunft die Hochburgen der Technologie sein? Wo wird sich der Erfindergeist zu Hause fühlen? Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. (bbw) will mit seiner Initiative "Technik - Zukunft in Bayern" Technikinteresse und -Kompetenz fördern. Seit 15 Jahren entwickelt das bbw Technikangebote für jede Altersstufe. Seit sieben Jahren gehören zu diesem Angebot auch die "Forscherinnen-Camps". Dieses Jahr gastierten diese das erste mal in Rosenheim.

Wie funktioniert mein Handy?

Die angehenden Akademikerinnen präsentierten ihre Ergebnisse

Sie sind es gewohnt, mit ihrem Handy von überall aus telefonieren zu können, doch wie funktioniert das genau? Schülerinnen aus ganz Bayern haben bei der KATHREIN-Werke KG und der Hochschule Rosenheim die technischen Grundlagen für Filterplatinen für eine Mobilfunkantenne untersucht. Die zwölf Teilnehmerinnen haben dafür ihre Herbstferien geopfert und fünf Tage lang gemeinsam mit jungen Ingenieurinnen und Dozentinnen geforscht, analysiert und experimentiert.

Zu Beginn erhielten die zwölf Schülerinnen ihren "Forscherinnen Auftrag", es ging an die Entwicklung und den Zum Abschluss gab es Urkunden für die TeilnehmerinnenBau einer Filterplatine für eine Mobilfunkantenne. Nachdem die Jung-Forscherinnen von Professoren der Hochschule Rosenheim mit der nötigen Theorie ausgestattet wurden, machten sie sich bei der Kathrein KG an die Umsetzung ihrer Aufgabe. Zum Abschluss präsentierten die angehenden Akademikerinnen ihre Ergebnisse an der Hochschule Rosenheim.

Zum Abschluss gab es Urkunden für die Teilnehmerinnen

Ingenieursbereich immer noch Männerdomäne

Dass die Arbeit wichtig ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Nach wie vor liegt der Frauenanteil deutschlandweit bei Ingenieuren unter 20 Prozent. Bei der KATHREIN KG sind es derzeit sogar nur 34 von 500, also gerade einmal sieben Prozent, wusste Alfred Thunig von der Personalabteilung zu berichten. Deshalb ist es für Anton Kathrein wichtig, dass seine Firma Engagement zeigt, wenn es darum geht, Frauen und Mädchen für den technische Bereich zu begeistern. Auch mit Blick auf den mittelfristigen Fachkräftemangel, der der Branche droht, war sich Jörg Böcker von den bayerischen Metall- und Elektro- Arbeitgeberverbänden bayme vbm sicher, dass hier noch viel wertvolles Potential schlummert.

Camps halten was sie versprechen

Die Camps tragen dazu bei sowohl gesellschaftliche Vorurteile gegenüber Frauen und Technik abzubauen, als auch Unsicherheiten bei den Mädchen zu verringern. Eine Umfrage der Universität Stuttgart und der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften hat gezeigt, dass etwa 75 Prozent der Teilnehmerinnen sich später für ein technisches Studium entscheiden. Auch allgemein zeigt sich der Einfluss auf die jungen Frauen nachhaltig: Wer am Camp teilgenommen hat, schätzt sich selbst bei der Lösung technischer Fragen positiver als früher ein und bringt Technik verstärkt mit Begriffen wie "innovativ" und "kreativ" in Verbindung.

ln/Pressemitteilung Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft e.V.

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