"Forscherinnen-Camp" bei Kathrein und der HS Rosenheim

Schülerinnen entwickeln eine WLAN-Antenne

Rosenheim - Um Mädchen für technische Berufe zu begeistern veranstaltet Kathrein jährlich das kostenfreie Forscherinnen-Camp. Dieses Jahr entwickelten die Mädchen dabei eine WLAN-Antenne.

Schülerinnen aus ganz Bayern haben im "Forscherinnen-Camp" bei Kathrein und der Hochschule Rosenheim getüftelt: Sie untersuchten, beziehungsweise erarbeiteten, die technischen Grundlagen für Filterplatinen für eine Mobilfunkantenne und entwickelten selbst eine WLAN-Antenne. Dozentinnen und junge Ingenieurinnen aus dem Unternehmen begleiteten, unterstützten und inspirierten die Schülerinnen dabei nicht nur als Ansprechpartnerinnen, sondern auch als berufliche Vorbilder.

Denn auf dem Weg zur Lösung ihrer Aufgabe setzten sich die elf Mädchen auch mit der Frage auseinander, ob eine Ingenieurinnen-Karriere für sie selbst in Frage kommt. Forscherinnen-Auftrag erfolgreich erfüllt! – hieß es am Freitag von Unternehmens- und Hochschulseite bei der Abschlusspräsentation, bei der die Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen ihre Ergebnisse Eltern und Ehrengästen präsentierten.

3/4 der Teilnehmerinnen möchten nach dem Camp männerdominierte Berufe erlernen

Die "Forscherinnen-Camps" sind nur eines von vielen Projekten der Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern 4.0", die die bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände bayme vbm finanziell und ideell unterstützen. "Damit unsere Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in technischen Bereichen", sagte bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. "Wir möchten Frauen für diese Berufe begeistern und somit wertvolles Potenzial wecken."

Noch interessierten sich zu wenige von ihnen für bislang männerdominierte Berufe, so Brossardt weiter. Häufig, weil Mädchen gar nicht wüssten, dass sie auch im Maschinen- oder Fahrzeugbau kreativ sein oder für den Umwelt- und Klimaschutz etwas tun können. Dass das "Forscherinnen-Camp" Wirkung zeigt, beweist eine Studie: Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium ergreifen. Ebenso viele geben an, dass der Blick hinter die Kulissen der beste Weg ist, um sich zu informieren.

Die Mehrheit ist überzeugt, sich auch in einer Männerdomäne durchsetzen zu können. Auftraggeber der Studie ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw), das der Projektträger der Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern 4.0" ist, die die "Forscherinnen-Camps" durchführt. An den "Forscherinnen-Camps", die 2007 gestartet sind, beteiligen sich in diesem Jahr neun Unternehmen und ebenso viele Hochschulen. Sie sind, bis auf die Kosten für An- und Abreise, für die Mädchen kostenfrei. Weitere Informationen zu den Angeboten der Bildungsinitiative gibt es unter www.tezba.de.

mbw - Medienberatung der Wirtschaft GmbH

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