SPD gegen Ehrenbürger Hindenburg

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Ehrenbürger: Paul von Hindenburg.

Rosenheim - 13 Ehrenbürger hat die Stadt, einer davon ist seit 1933 Paul von Hindenburg. Die SPD-Fraktion hat jetzt beantragt, diese Ernennung zu widerrufen.

Wie das Oberbayerische Volksblatt (OVB) am Dienstag berichtet, begründe Fraktionsvorsitzende Gabriele Leicht den Antrag mit dem Argument, Hindenburg sei weder in Rosenheim geboren noch habe er Verdienste um die Stadt aufzuweisen. Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt zu haben, sieht die SPD nicht als Verdienst an.

OB Gabriele Bauer: "Der Städtetag wird demnächst darüber beraten, um eine gemeinsame Lösung zu finden."

Laut OVB sei für die Ernennung zum Rosenheimer Ehrenbürger ein Antrag der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei (NSDAP) vom 23. März 1933 ausschlaggebend gewesen, dem Tag, an dem das Ermächtigungsgesetz verabschiedet wurde. Die damalige Begründung schließe mit der Formulierung, Hindenburg habe "schließlich die Männer an der Spitze der Reichsregierung berufen, die ausersehen waren, die Schmach des 9. November zu tilgen."

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