An Weihnachten ist Schluss

ARAN-Haus: Das sagen die Beteiligten zur Schließung 

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Dieser Zettel hängt an der Eingangstür des ARAN-Hauses. 

Rosenheim - In zehn Tagen ist Weihnachten, und am Heiligabend öffnet auch das ARAN-Haus in der Färberstraße zum letzten Mal. Doch was sagen die Beteiligten zur Schließung des Cafés?

Im Dezember 1999 eröffnete das erste ARAN-Café am Max-Josefs-Platz. Kurz darauf wurde die Franchise-Kette "ARAN - Brotgenuss & Kaffeekult gegründet". Mittlerweile hat die Kette 12 Standorte im süddeutschen Raum. Und ausgerechnet das Rosenheimer Traditionshaus "ARAN" in der Färberstraße schließt nun seine Tore.

Die Bekanntmachung in schriftlicher Form an der Eingangstüre sorgte für viel Unmut bei unseren Usern. Auch auf der Facebook-Seite des "Aran Hauses" bedauern einige die Schließung des "individuellen Cafes", welches nach dem alten gälischen (keltischen) Wort für Brot benannt wurde.

Stellungnahme von ARAN 

In einer Stellungnahme des Unternehmens gegenüber Radio Charivari heißt es, dass der Vermieter nach dem Tod des ARAN-Gründers Jürgen F. Baur im Sommer das Mietverhältnis innerhalb eines Monats ordentlich gekündigt habe. 

Das Mietverhältnis wäre sonst noch sechs Jahre bis 2022 weiter gelaufen. Da die Verhandlungen mit dem Vermieter allerdings erfolglos geblieben seien, müsse das ARAN-Haus zum Jahresende unerwartet aufgegeben werden. 

Die Familie Baur hätte das Cafe in der Färberstraße sonst gern weiter geführt. Einige der Mitarbeiter konnten in andere Filialen vermittelt werden, andere hätten gekündigt werden müssen, heißt es darin.

Das sagt der Vermieter dazu

Der Eigentümer des Hauses, Alexander von Hagmann, bestreitet jedoch die Darstellung von ARAN, dass das Mietverhältnis von seiner Seite aus unerwartet gekündigt wurde. 

Nach dem Tod des Firmeninhabers Jürgen F. Baur sei der Mietvertrag formaljuristisch ausgelaufen. Außerdem soll ARAN bereits noch vor dem Tod des Gründers einen Nachfolger für das Cafe-Haus gesucht haben

Von Hagmann sagte gegenüber dem Sender ebenfalls, dass er bereit gewesen wäre, das Mietverhältnis zu verlängern. Auf einer Personalversammlung von ARAN sei aber Mitte November beschlossen worden, das Cafe in der Färberstraße aufzugeben

Neues Café in der Färberstraße 

Sicher ist jedoch, dass in das ARAN-Haus in der Färberstraße ein neues Café mit einem neuen Betreiber kommen wird. Ein PANO Café, das in anderen Städten von Alexander von Hagmann betrieben wird, komme aber definitiv nicht nach Rosenheim, so der Vermieter gegenüber Radio CharivariDas ARAN-Stammhaus am Max-Josefs-Platz bleibt weiterhin bestehen.

Ärger bereits 2011 und 2012

"Pano Café" und "ARAN Brotgenuss und Kaffeekult" standen bereits vor einigen Jahren in den Schlagzeilen, als neun der bis dahin 20 Aran-Standorte ihre Verträge mit dem Franchisegeber gekündigt hatten. Hintergrund war der Streit um möglicherweise überhöhte Einkaufspreise, die der Franchisegeber an die Lizenznehmer weitergereicht haben soll. Letztlich kam es vor dem Landgericht Traunstein zu einem Vergleich.

jg

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