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Wetter geprägt von extremen Ausprägungen

Rosenheimer Hagelflieger haben ganze Arbeit geleistet

Rosenheim - Der Hagelforschungsverein Rosenheim e.V. blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. In einem kurzen Bericht hat der Verein die Wettervorkommnisse zusammengefasst:

Das Wettergeschehen in der Saison 2017 zeigte im Jahresverlauf oft wenig Beständigkeit, dafür aber immer wieder extreme Ausprägung. Der Januar begann mit teilweise strengen Nachtfrösten, die zahlreiche Gewässer zufrieren ließen. Im Februar schien der Winter bereits auf dem Rückmarsch zu sein und der März war sogar der wärmste seit Messbeginn 1881. Im April folgte dann jedoch ein jäher Kälterückfall mit Minusgraden, der sich katastrophal auf die schon sehr weit fortgeschrittene Vegetation auswirkte. Nach nass-kühlem Beginn rollte bereits Ende Mai die erste Hitzewelle heran. Der Sommer präsentierte sich im Süden sehr heiß, im Norden eher kühl. Im Juli und August fiel dann oft reichlich Niederschlag. Auch der September verlief nass und dabei etwas zu kühl. Der Oktober gehörte dann wieder zu den wärmsten seit 1881. Die Orkane „Xavier“ und „Herwart“ forderten Menschenleben und verursachten große Schäden. Das Jahr 2017 zählt zu den acht wärmsten Jahren seit Beginn der regelmäßigen Messungen 1881. Die höchste Temperatur gab es dabei am 22. Juni in Trier mit +37,2 ° Celsius und die kälteste Nacht am 07. Januar mit -26,3° Celsius in Reit im Winkl. Am 9. März verursachte ein Tornado der Stärke F1 (118-180 km/h) in Kürnach bei Würzburg Schäden an mehr als 50 Häusern.

Mehr Einsätze im Landkreis

Die Hagelabwehr Rosenheim verzeichnete in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge wieder eine erfolgreiche Saison und so blieb das Schutzgebiet weitestgehend von Hagel verschont. Die Einsatztage und –zeiten der Hagelflieger lagen allerdings über dem langjährigen Durchschnitt. An 21 (14) Einsatztagen waren die Hagelabwehrflugzeuge bei 42 (27) Einsatzflügen fast 50 (40) Stunden in der Luft und haben dabei 450 (406) Liter Silberjodidlösung verbrannt (Zahlen in Klammer sind aus dem Jahr 2016).

Weitere Fortschritte hat die Generatorentechnik im letzten Jahr gemacht. An einer Maschine wurden die Silberjodidbrenner erneuert, an der zweiten Maschine grundlegend überarbeitet. Von kleineren Problemen abgesehen hat sich damit die Einsatzverfügbarkeit und Ausfallsicherheit der Generatoren wesentlich verbessert.

Die meteorologische Beratung wurde wie in den letzten Jahren in bewährter Weise vom Wetterbüro Dr. Sachweh aus München durchgeführt. Herr Dr. Sachweh und sein Mitarbeiter Herr Dipl. met. Christian Lorenz sind inzwischen mit den Hagelpiloten ein eingespieltes Team und wissen wann welche Informationen für die Piloten wichtig sind.

Das Projekt „ROBERTA II“, läuft nun bereits seit mehreren Jahren und wird schrittweise weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse der Hagelpiloten angepasst. Mit diesem System soll auch das zweite Einsatzflugzeug ausgerüstet werden. Die Kamera, die derzeit nur statisch aus dem Seitenfenster Bilder aufnimmt, soll noch eine weitere Blickrichtung, nach Möglichkeit gekoppelt an die Blickrichtung des Piloten, bekommen. 

Auch 2017 sind das Team um Prof. Zentgraf von der Hochschule Rosenheim wieder ein gutes Stück weitergekommen. Einzelheiten hierzu und zu den neuen Zielen ab 2018 wird Herr Prof. Zentgraf in seinem Bericht erläutern. Die kostenlose „Roberta-App“ wurde auch 2017 wieder von vielen Einwohnern des Landkreises genutzt und stellt eine wertvolle Rückmeldung für die Hochschule und die Hagelabwehr dar. Ab 2018 sollen nun auch die Apple-Nutzer bedient werden und die Möglichkeit bekommen, die ROBERTA App zu nutzen.

Pressemitteilung Hagelflieger e.V.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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