Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wirtschaftsdezernent stellt Konzept vor

Braucht Rosenheim mehr Hotelbetten? Diskussion um Klasse statt Masse

Mit der Forderung nach mehr Hotelbetten hat Rosenheims Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl dem Wirtschaftsausschuss sein Tourismuskonzept präsentiert. Die Rosenheimer Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbands fürchtet ob dieser These um die Qualität. Unbegründet, wie Bugl findet.

Rosenheim – Rosenheim braucht mehr Hotels. Mit dieser These präsentierte Rosenheims Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses jüngst ein Tourismuskonzept. Doch Bugls Eindruck stößt bei der Rosenheimer Dehoga -Kreisvorsitzenden auf Protest.

Bedenken hegt Theresa Albrecht vor allem im Blick auf die Qualität innerhalb ihrer Zunft, die unter den neuerlichen Anbietern leide: „In Rosenheim eröffnet derzeit kein einziges Hotel, das einen Doppelzimmerpreis über 100 Euro erzielt.

Lesen Sie auch: Bad Feilnbach ist wieder ausgebucht

Das ist für qualitativ hochwertige Hotels viel zu wenig und kann langfristig keine Qualitätshotellerie gewährleisten“, entgegnet Albrecht den Thesen des Wirtschaftsdezernenten. Namentlich nennt Albrecht unter anderem das „B&B“ am Rosenheimer Bahnhof sowie das „MyHotel“ am Oberfeld. Dieser Umstand schade den bestehenden Hotels enorm.

Albrecht: Kuko nicht länger zeitgemäß

„Die Stadt sollte sich darauf konzentrieren, die für den Tourismus nötige Infrastruktur zu schaffen und für Kongresse und Veranstaltungen zu sorgen, damit die bestehenden Betten gefüllt werden.“ Hierfür brauche es jedoch bessere Möglichkeiten. Das Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum (Kuko) sei hierfür nicht länger zeitgemäß und zu klein.

Bugl: Bettenauslastung gestiegen

„Die Bedenken von Frau Albrecht sind natürlich nachvollziehbar, aber nicht sachgerecht“, entgegnen unisono Rosenheim Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl und der Geschäftsführer der Rosenheimer Veranstaltungs- und Kongressgesellschaft, Peter Lutz.

Lesen Sie auch: Entscheidung in Bad Aibling: Schmelmer-Hof wird zu Moor- und Therapiebad erweitert

Es stimme: Die Bettenzahl in der Stadt Rosenheim sei zwischen 2016 und 2019 von 1053 auf 1320 angestiegen. Allerdings sei die Auslastung der Betten trotz des Zuwachses im gleichen Zeitraum von 48 auf 50,6 Prozent gestiegen. „Das zeigt, dass der Rosenheimer Hotelmarkt die neuen Kapazitäten gut aufnehmen konnte“, finden Bugl und Rutz. Nachdem die Bettenauslastung ein wichtiger Indikator für die Rentabilität von Hotelbetrieben sei, deute der Anstieg der Auslastung sogar auf eine verbesserte Rentabilität der Rosenheimer Hotelbetriebe hin. „Trotz zusätzlichen Hotel- und Bettenangebots.“

Lesen Sie auch: IHK-Chef in Rosenheim: Mit Pickelhauben-Bürokratie kannst du eine Gesellschaft nicht führen

Albrechts Argument, das Rosenheimer Kuko sei weder zeitgemäß noch zu klein, weisen Lutz und Bugl gleichermaßen zurück. Sie finden es sogar widersprüchlich: „Wenn aufgrund von Corona die bisherigen analogen Kongresse künftig durch Videokonferenzen ersetzt würden, müsste das Kuko dieser Logik gemäß eigentlich zurückgebaut werden.“

Lesen Sie auch: Schlecht verlegte Platten am Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum: Beauftragte Firma muss wohl nachbessern

Das Zentrum habe bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie zu den am besten ausgelasteten Veranstaltungshäusern in ganz Bayern gehört. Seit dem Ende der Beschränkungen fragten zahlreich Tagungs- und Kongressveranstalter wieder nach Terminen und buchten sich im Kuko ein.

Defizite beim Hotelangebot beseitigen

„Gerade die Akquisition mehrtägiger und hochwertiger Kongresse scheiterte über Jahre hinweg daran, dass in der Stadt Rosenheim zu wenig Hotelkapazitäten verfügbar waren und die Kongressteilnehmer zum Teil mit hohem logistischen Aufwand bis weit in den Landkreis hinaus untergebracht werden mussten.“ Insofern sei die Stadt zuversichtlich, mit den neuen Hotels „quantitative und qualitative Defizite“ innerhalb des Hotelangebots zu beseitigen.

Lesen Sie auch: Rosenheims Innenstadt soll nach dem Lockdown mit Gratis-Parken wiederbelebt werden

Am Ende gibt es dennoch ein Lob für die Dehoga-Vorsitzende: Es sei sehr erfreulich, dass gerade die gut am Markt etablierten familiengeführten Hotels in den vergangenen Jahren sehr systematisch und überlegt investiert hätten. „Das ist die beste Voraussetzung, den Kundenwünschen auch in Zukunft nachhaltig gerecht werden zu können.“

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

Kommentare