Geht es Mitte nächsten Jahres los?

"Neuer Gillitzer": Hoffnung auf Baubeginn im Juni

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Rosenheim - Vielleicht geht es mit den Bauarbeiten für den "Neuen Gillitzer "schon im Juni los. Darauf hoffen zumindest die Investoren. 

Die Planungen für den Umbau des Gillitzer-Blocks in Rosenheim laufen auf Hochtouren. Wie Investor Tobias Tomczyk gegenüber Radio Charivari sagte, sei man kurz davor, den Bauantrag für den Komplex bei der Stadt einzureichen. Es sind bereits alle Flächen vermietet. Hauptmieter wird in Zukunft Rewe im Untergeschoss auf über 1.500 Quadratmetern sein. Tomczyk hofft, das die Stadt den Antrag schnell behandelt, so dass bereits im Juni 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. 

So sieht der Gillitzerblock in Rosenheim derzeit aus

Gillitzerblock, Rosenheim
 © hs
Gillitzerblock, Rosenheim
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Gillitzerblock, Rosenheim
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Gillitzerblock, Rosenheim
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Der Rewe-Markt wird in der Verlängerung zum K&L Ruppert in der Prinzregentenstraße verlaufen. An der Ecke entsteht dann der neue, vergrößerte INGLA. Im Anschluss kommt ein Aufgang zum neu gestalteten Obergeschoss und am Ende der Optiker Abele, teilte Tomczyk dem Radiosender mit.

Wann der Umbau abgeschlossen ist, sei aber noch nicht bekannt.

In einer Umfrage hatten 70 Prozent unserer User die Rewe-Pläne für gut befunden:

Erdgeschoss und Erster Stock des Rosenheimer Gilllitzerblocks waren bisher noch die Sorgenkinder der Betreibergesellschaft. Die Suche nach Geschäften, zog sich in die Länge und damit verzögerte sich auch die Neueröffnung. Anfänglicher Hoffnungsträger war das Modehaus "Zara", welches auch für das Buchecker-Haus schon im Gespräch war. Dieses entschied sich jedoch für andere Stadtteile. Daraufhin kam das Angebot von Rewe. 

Die, inzwischen verworfenen, ersten Konzeptskizzen des neuen "Gillitzers" Zur größeren Ansicht auf das Bild klicken

Nun soll das Gebäude mit einem neuen Konzept saniert werden, bei dem auch die Fassade anders gestaltet wird. Nicht aber in der Art des als "Glaspalast" verschrienen Entwurfs, der im Oktober für Aufregung sorgte. Der neue Entwurf sieht vor, die als altmodisch geltenden Arkaden ebensop zu beseitigen wie die dunklen Passagen. Die Bögen sollen aber erhalten bleiben, die Fassade wird nach vorne versetzt. Außerdem sei ein einheitliches Farb- und Beleuchtungsdesign geplant.

Haus mit Tradition

Im Jahr 1893 erwarb ein damals noch unbekannter Geschäftsmann aus München ein teilweise schon bebautes Grundstück an der Prinzregentenstraße und schrieb damit Geschichte: Thomas Gillitzer prägte mit seinem Prachtbau das Stadtbild der damaligen Zeit entscheidend. Das Areal erlebte fortan eine turbulente Entwicklung. Ende der 60er Jahre und Mitte der 70er Jahre gab es einschneidende bauliche Veränderungen. Die letzte große Veränderung bahnte sich im Jahr 2009 an, als der französische Investmentfonds „Walpur 3“ das Areal kaufte. Danach erfolgte jedoch Stillstand anstelle der geplanten Restrukturierung. Schließlich kauften die nun verantwortlichen Rosenheimer Investoren den Gebäudekomplex.

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