"Der Name ist Programm"

Rosenheim - Der Verein "Pro Arbeit" wird nicht umsonst "Rosenheims schnelle Einsatztruppe" genannt. Bei der Jahreshauptversammlung zog man Bilanz:

"Rosenheims schnelle Einsatztruppe", wie der Verein "Pro Arbeit" kürzlich bezeichnet wurde, ist eine Einrichtung, die sich für die Förderung der beruflichen Weiterbildung junger Menschen engagiert. Durch gezielte Förderung und individuelles Coaching soll ihnen Chance und Perspektive geboten werden, auch im ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und dort gleichberechtigt ihren Mann zu stehen. "Die bisherigen Erfolge sprechen für sich", erklärte Vorsitzende Inge Ilgenfritz auf der Jahreshauptversammlung im großen Rathaussaal.

Verein besteht seit 15 Jahren

Heuer feiert der Verein sein 15-jähriges Bestehen und ist deshalb besonders erfreut, dass sein Engagement nunmehr durch die Zertifizierung als zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung Anerkennung findet, die Förderrichtlinien basieren auf den Vorgaben des Sozialgesetzbuches (SGB) III.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, die sich dem Verein sehr verbunden fühlt, erklärte in ihren Grußworten, dass dem Thema Jugendarbeitslosigkeit und berufliche Aus- und Weiterbildung besondere Aufmerksamkeit zukommen müsse.

Vorsitzende Ilgenfritz ließ die vergangenen Jahre Revue passieren, um anschließend anhand des "Fünf-Säulen-Modells" Ziele und Aufgabenfelder des Vereins schematisch darzustellen. Von Anfang an bestanden die beiden wichtigen Säulen "Ausbildungsstellen- und Arbeitsstellenentwicklung" sowie "Schulsozialarbeit beziehungsweise Jugendsozialarbeit an Schulen". Sie bilden die Schnittstelle zwischen Schule und Beruf und fungieren als "Brückenbauer" zum Beruf, wie es Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots formulierte.

Initiator war OB Dr. Michael Stöcker

Als weitere Stützen wurden im Laufe der Jahre die Säulen "Patenprojekte an Mittelschulen", "Arbeit und Qualifizierung" sowie "Sozialpädagogische Betreuung an Berufsschulen" unter dem Dach des Vereins eingebunden. Ilgenfritz unterstrich, dass es speziell der guten Zusammenarbeit und Vernetzung von städtischer und landkreiseigener ARGE sowie dem lobenswerten Sponsoring und Vertrauen der regionalen Wirtschaft zu verdanken sei, dass sich der 1997 vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Michael Stöcker initiierte Verein heute mit 29 Mitarbeitern, 21 Freiberuflern, 40 ehrenamtlichen Paten und einen ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Vorstand zur eingangs erwähnten "schnellen Eingreiftruppe" entwickeln konnte.

Die Vorsitzende dankte auch Geschäftsführerin Claudia Georgii, die laut Ilgenfritz seit 13 Jahren als die "Seele des Vereins" gilt.

Die sich anschließende, turnusgemäße Neuwahl des Vorstandes war reine Formsache. Einstimmig plädierten die wahlberechtigten Mitglieder, dass der bisherige Vorstand dank seiner erfolgreichen Arbeit "weitermachen" solle. So zeichnen Ilgenfritz als Vorsitzende, Kaspar Öttl und Harald Neu als gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende und Dr. Helmut Klarner als Schatzmeister auch für die nächsten Jahre für den Verein verantwortlich.

je/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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