W3 Wissen-Werte-Wir

Jugendliche werden zu zertifizierten Wissensträgern

Die „Wissensträger*innen“ mit ihrem Zertifikat.
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Die „Wissensträger*innen“ mit ihrem Zertifikat.

Rosenheim - Zwölf Monate lang haben sich zehn Jugendliche aus sieben Nationen einmal in der Woche in Rosenheim getroffen:

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Unter der Anleitung der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi gGmbH) sind sie zu interkulturellen Vorbildern geworden.

Mitbestimmung, Toleranz und Respekt füreinander – diese Werte sind für eine Demokratie lebenswichtig. Mit ihrem Projekt „W3 Wissen-Werte-Wir“ vermittelt die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi gGmbH) jungen Menschen mit Migrationshintergrund genau diese Werte. Dafür haben sich die jungen Männer und Frauen aus sieben verschiedenen Nationen regelmäßig ausgetauscht und über Rassismus und Vorurteile, Flucht und Migration, Gewalt und Selbstvertrauen gesprochen. Sie haben sich näher kennengelernt und gemeinsam gegessen, an Exkursionen und Ausflügen teilgenommen und sich bei Kunst- und Theaterangeboten ausprobiert. Sie haben sich mit anderen Kulturen und Religionen auseinandergesetzt, sich auf ein „Deradikalisierungsspiel“ eingelassen. Für ihre erfolgreiche Teilnahme am W3-Projekt sind zehn von ihnen nun zu sogenannten „Wissensträger*innen“ ausgezeichnet worden. Gefeiert wurde online.

Ein gutes Zusammenleben

Landrat Otto Lederer, Schirmherr von „W hoch drei“, lobte in seinem virtuellen Grußwort das Engagement der Initiator*innen, Betreuer*innen und Teilnehmenden. „W3 vermittelt die Grundlagen einer demokratischen und friedlichen Gesellschaft. Das Projekt bildet und festigt die entsprechenden Werte wie die Menschenwürde zu achten, extremistische Ideologien zu durchbrechen, verantwortungsvoll miteinander umzugehen und Vielfalt zu akzeptieren.“ W3 liefere damit einen wichtigen Baustein für das gute Zusammenleben in der Region Rosenheim, die durch Zuwanderung geprägt sei. Projektleitung Cornelia Graf freute sich darüber, dass die jungen Männer und Frauen viel Freizeit investiert haben und trotz der Pandemie dabei geblieben sind. „Es war nicht immer einfach, über Video-Tools intensive Gespräche zu führen und einen Wir-Gedanken zu entwickeln“, so die Gruppencoaches.

Virtuelles Miteinander

Als die Teilnehmer*innen dann alle zeitgleich – jede*r vor seinem Bildschirm und seiner Kamera - ihre Präsente auspackten, die sie vorab zugesandt bekommen hatten, sah man ihnen an, wie stolz und glücklich sie waren. „Ich habe mit W3 eine Plattform gefunden, die ich in meinem Leben wirklich gebraucht habe“, sagte die 23-jährige Türkin Sevgi. „Ich habe ganz viel für mich mitgenommen und auch noch richtig viel Spaß dabei gehabt.“ Kübra, 24, ebenfalls aus der Türkei, schätzte besonders neu gewonnene Perspektiven. „Ich habe eine neue Sichtweise auf die Welt bekommen“, bestätigte Florian, 18 Jahre aus Kroatien. „Ich bin total dankbar, Teil von W3 zu sein!“

Workshops und Treffs für Werte

Die zertifizierten jungen Leute sind nun befähigt, ihre Erkenntnisse und Erfahrungen als Multiplikatoren weiterzutragen. Beispielsweise mit Workshops in Schulen oder Freizeittreffs, sobald das wieder möglich ist. Aufgrund des Erfolges der ersten Runde in Rosenheim ist in der gfi in Traunstein schon eine weitere Gruppe entstanden.

Bei Interesse an einer Teilnahme: E-Mail: w-hoch-drei@die-gfi.de; Weitere Details und Infos unter www.die-gfi.de/alpenvorland, über Facebook oder Instagram.

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration.

Pressemitteilung gfi gGmbH Alpenvorland

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