JU fordert "Vignette JETZT!"

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Rosenheim - Am Freitag demonstrierten Mitglieder der Jungen Union in Rosenheim für die Einführung einer Pkw-Vignette auf deutschen Autobahnen.

Auf dem Ludwigsplatz versammelten sich Mitglieder der JU und forderten „Vignette JETZT“. Sie wollten mit dieser Aktion die Bürgerinnen und Bürger von der Notwendigkeit und den Vorteilen einer Vignette überzeugen. Hierzu verteilten die JUler Postkarten, hatten einen Lastwagen mit großer Werbefläche aufgestellt und demonstrierten mit Schildern und Plakaten.

JU: Neue Finanzquellen auch für den A8-Ausbau

Die Kreisvorsitzenden Florian Gerthner und Daniel Artmann erklärten, dass die Mitglieder des größten politischen Jugendverbands, eine moderne Infrastruktur als enorm wichtigen Standortvorteil für die Region Rosenheim ansehen.

Jedoch sei hierbei in letzten Jahren ein großer Investitionsstau festzustellen. „Wenn wir die heimischen Verkehrsprojekte vorantreiben wollen und gleichzeitig auf eine hohe Qualität bei Lärmschutz sowie Umweltverträglichkeit, wie an der A8 bei Frasdorf, nicht verzichten wollen, benötigen wir dringend neue Finanzierungsquellen. Wir sind für eine PKW-Vignette, da so auch unkompliziert ausländische Autofahrer an den Kosten beteiligt werden", schreiben die Christsozialen in einer Pressemitteilung.

Weniger Mineralölsteuer

Parallel dazu fordern sie eine Senkung der Mineralölsteuer, um die deutschen Bürger "nicht über Gebühr zu belasten" und zeitgleich den zeitgleich den Tanktourismus nach Österreich einzudämmen.

Insbesondere der Bürgerdialog beim Ausbau der A8 und die Diskussion um den Lärmschutz im Bereich Frasdorf hätten gezeigt, dass derzeit zu wenig Geld für einen modernen Ausbau der Fernstraßen zur Verfügung haben. Deswegen sei es unabdingbar, auch ausländische Nutzer über eine Autobahnvignette an den Kosten für Erhalt und Modernisierung der Infrastruktur zu beteiligen, forderte JU-Landkreischef Florian Gerthner.

Gerechtigkeit im europäischen Vergleich

Dies sorge auch für Gerechtigkeit gegenüber den Nachbarländern, welche die deutschen Autofahrer zur Kasse bitten, während ihre Bürgerinnen und Bürger das deutsche Autobahnnetz kostenlos nutzen, so Gerthner.

Daniel Artmann, Chef der Rosenheimer Stadt-JU, nannte als Beispiel die Westtangente: „Nur wegen einer einmaligen Zusatzmilliarde für Verkehrsprojekte und dem jahrelangen Forderungen der lokalen Bürgerinitiativen und Politiker haben wir dieses für Rosenheim so wichtige Projekt beginnen können. Normalerweise hätten wir noch Jahre warten müssen. Auch die Fahrbahnerneuerung mit Flüsterasphalt auf der Inntalautobahn hat sich deutlich verzögert, da die notwendigen Mittel lange nicht zur Verfügung standen.“, erklärte er.

Quelle: Pressemitteilung JU Stadt und Landkreis Rosenheim

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