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Großer Trubel am Montagvormittag

„Kohlrabenschwarz“ in Rosenheim: Darum hallten Schreie aus dem Salingarten

Im Rosenheimer Salingarten herrschte am Montagvormittag (10. Oktober) große Aufregung.
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Im Rosenheimer Salingarten herrschte am Montagvormittag (10. Oktober) großer Trubel.

Wer am Montagvormittag (10. Oktober) durch den Rosenheimer Salingarten schlenderte, staunte nicht schlecht. In dem ohnehin schon lebhaften Park war mächtig was los, doch worum ging es bei dem ganzen Trubel und dem zwischenzeitlichen Geschreie? rosenheim24.de war auf Spurensuche und hat Antworten.

Rosenheim – Viele in dunkel gekleidete Personen gingen unter verschiedenen Anweisungen, die per Funkgerät auch lautstark zu hören waren, auf und ab, marschierten von links nach rechts. Um sie herum war eine große Produktion mit Kameras, Bildschirmen, Mikrofonen, Abdeckungen und diversen anderen Utensilien aufgebaut. Und das alles unter den neugierigen Blicken der durchlaufenden Passanten, denen Sie – trotz des augenscheinlichen Zeitdrucks – immer ein freundliches Lächeln übrig hatten. Es war also mächtig was los im Rosenheimer Salingarten, was zwischenzeitlich auch durch lautstarkes Geschreie untermauert wurde. Aber was genau war der Anlass für dieses große Tohuwabohu zum Wochenstart?

Keine „Rosenheim-Cops“, sondern…

Wie der ein oder andere beim Vorbeigehen erahnen konnte, wurde hier etwas gedreht. Das ist an sich nichts Spektakuläres für die kreisfreie Stadt, welche durch die ZDF-TV-Serie „Die Rosenheim-Cops“ einen bundesweit hohen Bekanntheitsgrad genießt. Doch die Serienjunkies unter den Passanten erkannten sofort, dass es sich im Salingarten nicht um einen Dreh der „unnachahmlich kuriosen Kommissare in Bayern“ handelt. Hörspiel-Liebhaber wiederum konnten sich vielleicht etwas zusammenreimen. Denn hierbei ging es um die Verfilmung der gleichnamigen Mystery-Krimi-Hörspielreihe „Kohlrabenschwarz“.

„Paramount+“ setzt auf Erfolgsstory von „Bernd das Brot“-Erfinder Krappweis

Viele werden sich jetzt natürlich die Frage stellen, was es mit diesem „Kohlrabenschwarz“ auf sich hat und wieso sich das Geschehen ausgerechnet in Rosenheim abspielt? Bei „Kohlrabenschwarz“ handelt es sich um eine der erfolgreichsten, deutschsprachigen Hörspielreihe des Anbieters Audible, welcher seit 2008 Tochterunternehmen von Amazon ist.

Nach dem Hörspiel-Erfolg von Showrunner und Autor Thomas „Tommy“ Krappweis – besser bekannt als der Erfinder der KiKa-Figur, „Bernd das Brot“ und Ensemblemitglied der Comedy-Reihe „RTL Samstag Nacht“ – wurde das Ganze auch schon als Roman adaptiert. Nun folgt die Verfilmung. Allerdings nicht auf „Prime Video“, wie es manche für logisch empfunden hätten, sondern auf „Paramount+“. Nach den bisher festen Größen in der Branche, um „Netflix“, „Disney+“ & Co. will der Anbieter nämlich als nächster großer Player ab Dezember auf dem deutschen Streamingmarkt ihr Glück ausprobieren.

Herstellungsleiter Krappweis: „Es geht um Mythen, Sagen & Co.“

Weil es hierbei auf exklusive Inhalte ankommt, um Nutzer anlocken zu können, wird „Paramount+“ vermehrt auf Eigenproduktionen setzen. Einer von diesen ist eben jenes „Kohlrabenschwarz“. Es geht um „Mythen, Märchen — Mord!“, wie man aus der Beschreibung des Hörspiels entnehmen kann. Eine ähnliche Beschreibung hatte auch der Herstellungsleiter, Nico Krappweis, der gleichzeitig der Bruder von Autor Krappweis ist, neben den Dreharbeiten – die von der Otterfinger Produktionsfirma „bumm film“ geleitet werden – gegenüber rosenheim24.de parat. „Es geht um Mythen, Sagen & Co., von denen verschiedene Menschen befallen beziehungsweise heimgesucht werden“, so Krappweis.

Wieso spielt sich „Kohlrabenschwarz“ in Rosenheim ab?

Hierbei gehe es aber grundsätzlich nicht um irgendwelche Latrinenparolen aus aller Welt, „sondern hautpsächlich aus der bayerischen Region, wie der ‚Bluadige Dammerl‘, der ‚Percht‘ oder aber auch der ‚Kraxenmann‘.“ Somit wäre zumindest zum Teil auch klar, wieso sich die Story in Rosenheim abspielt. „Die Dreharbeiten beginnen zunächst im Süden und werden sich aber im späteren Verlauf auch bis nach Hameln ziehen“, so Krappweis weiter. Vielleicht auch wegen des „Rattenfängers von Hameln“?

Statt der „boarischen Rua“: Gräueltaten durchs Voralpenland

Auf „Audible“ ist der Einstieg mit den Worten beschrieben, dass im beschaulichen Rosenheim der Polizeiseelsorger Stefan Schwab nach Überarbeitung, Burnout und Scheidung eigentlich nur die sogenannte „boarische Rua“ finden möchte. So langsam aber sicher zweifelt der Psychologe stattdessen aber an seinem sonst so analytischen Verstand. Unter anderem verschwinden Kinder, sagenumwobene Gegenstände tauchen auf und uralte Ammenmärchen bekommen plötzlich eine blutige Brisanz. Schon bald zieht sich eine Spur an Gräueltaten durchs Voralpenland.

Namhafte Schauspieler mit an Board

Mal abgesehen von der Handlung an sich, kann sich auch der Cast mehr als sehen lassen. In der Hörbuch-Variante der Erfolgsstory stand bereits mit Michael Kessler (Polizeiseelsorger Stefan Schwab), Bettina Lamprecht (Polizei-Kollegin Anna Leitner), Bettina Zimmermann (geliebt-gehasste Ex-Frau Susanne) und Jürgen Tonkel (Pfarrer Franz Hartl) ein ungewöhnliches Ermittler-Quartett hinter dem Mikrofon. In der Verfilmung werden diese bereits erwähnten Schauspieler nun auch vor der Kamera stehen.

Krappweis verrät: Christian Tramitz und ein James Bond-Bösewicht

Im Gespräch mit rosenheim24.de, verriet Herstellungsleiter Krappweis zuletzt noch, dass sich mit unter anderem Christian Tramitz (Hauptbösewicht) und „James Bond“-Bösewicht Götz Otto* (Folgebösewicht), sowie Axel Milberg und Ina Mehling (geboren in Kraiburg am Inn) weitere prominente Akteure mit an Board befinden. Ob man das Serien-Highlight bereits zum Start von „Paramount+“ im Dezember streamen kann, steht in den Sternen geschrieben. Da die Dreharbeiten erst Anfang September begonnen haben und noch im vollen Gange sind, wie „Paramount“ mitteilte.

*Berichtigung: Während des Gesprächs zwischen rosenheim24.de und Herstellungsleiter Nico Krappweis ist es unglücklicherweise zu einem Missverständnis gekommen. Beim Folgebösewicht handelt es sich nicht wie angekündigt um Otto Waalkes, sondern Götz Otto.

mck

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