Stadt offenbart erste Ideen für Projekt "Sommer in Rosenheim" 

Cocktails am "Rosenheimer Sundowner" und Kunst auf dem "Street Art Festival"

Rosenheim - "Sommer in Rosenheim" - ein Ausgleich für die Pandemie-Folgen in Gastronomie, Veranstaltungswesen und Kultur. Diese Idee möchte die Stadt so schnell wie möglich umsetzen. Ein erstes vages Konzept existiert bereits. 

"Es ist das größte Kulturprojekt, das wir innerhalb so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben und ich finde das Konzept enorm." Mit diesen Worten leitete Oberbürgermeister Andreas März den letzten Punkt auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses ein, der als Ergänzung wegen Dringlichkeit am Abend des 16. Juni behandelt wurde. Es ging um die Rahmenbedingungen des "Sommers in Rosenheim", einer Art dezentrales Herbstfest, das den Umsatzeinbruch für Kultur, Veranstaltungen und Gastronomie heuer ein Stück weit ausgleichen soll

"Die vergangenen Monate seit Beginn der Corona-Pandemie waren für viele Gewerbetreibende in den einzelnen Branchen sehr schwer. Noch bis Mitte Mai wussten wir nicht, wann und ob es überhaupt besser wird. Nun ist es besser geworden und das wollen wir feiern. Wir setzen damit in Rosenheim ein starkes Zeichen, dass wir das trotz Pandemie durchführen wollen", ergänzte der Oberbürgermeister und betonte, oberstes Gebot dabei sei freilich die Einhaltung der "Corona"-Auflagen und Hygienemaßnahmen

Die ersten Ideen: 

Der Start des Projekts ist schon im Juli angepeilt. Bis Anfang September sollen bunte Aktionen die Rosenheimer Innenstadt beleben - vom Ludwigs- bis zum Salinplatz, von der Fußgängerzone bis zur Fischküche. Der Schaustellerverband ergänzt das lokale Angebot mit Fahrgeschäften, kleinen Buden und Gastronomie. Geplant ist bestehende Attraktionen wie das Open-Air-Kino am Salzstadl um neue Programmpunkte für Jung und Alt zu ergänzen. So ist beispielsweise werktags eine Art "Chill-out-Area" am "Rosenheimer Sundowner" nach der Arbeit angedacht, um den Feierabend gemütlich mit Cocktails und Loungemusik ausklingen zu lassen. Straßenmusik und -theater wechseln das Kulturangebot zusammen mit kreativem Kunsthandwerk wie einem "Street Art Festival" ab. 

Das Konzept und die ersten Ideen sind noch nicht vollständig ausgereift. Es kann sich im Programm auch noch einiges ändern, weswegen sich die Stadt noch vorbehält zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein vollständiges Konzept zu veröffentlichen.

Fortsetzung in den nächsten Jahren nicht ausgeschlossen

Einen Knackpunkt stellen die Gesamtkosten von rund 300.000 Euro dar. Die Stadt kann hier jedoch auf Spenden zählen, sodass die Finanzierung lediglich ein kleines Loch in den Stadtsäckel zu reißen scheint: So stemmt die Landesgartenschau Rosenheim mit 200.000 Euro den größten Brocken. 50.000 Euro bezuschusst die Sparkasse Rosenheim und 50.000 Euro sind noch noch offen. Womöglich können hier Spenden aus Kultur-Stiftungen der Stadt greifen. Sofern keine Spendenmittel mehr generiert werden können, muss jedoch der Umfang des Veranstaltungsangebots entsprechend reduziert werden. 

Am Ende war man sich im Ausschuss parteiübergreifend einig: Mit einer einstimmigen Empfehlung an den Stadtrat sprachen sich die Mitglieder für die Durchführung des Projekts "Sommer in Rosenheim" aus. Es soll kein Ersatzprogramm für 2020 werden und im besten Fall nachhaltig wirken. Dass das Projekt in den nächsten Jahren fortgeführt werden könnte sei durchaus vorstellbar. Der "Sommer in Rosenheim" soll als positiver Startschuss für weitere Aktivitäten zur Belebung der Innenstadt, Förderung der Wirtschaft und Kulturszene sowie für ein gutes soziales Miteinander wirken. Veranstalter ist voraussichtlich der Verein "Kulturforum Rosenheim". Das letzte Wort über die endgültige Entscheidung hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 24. Juni

mb

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