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Enorme Kostensteigerung belastet den Stadt-Haushalt

OB Bauer: "Man möchte schier verzweifeln"

Der Bauteil 2 des Rosenheimer Rathauses weist enorme Schäden durch Wassereinbruch auf
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Der Bauteil 2 des Rosenheimer Rathauses weist enorme Schäden durch Wassereinbruch auf

Rosenheim - Im gesamten Bereich des Daches des südöstlichen Nebengebäudes im Rosenheimer Rathaus sorgt Regenwasser für Ärger. Die Kosten für eine Sanierung explodieren:

Bereits im vergangenen Jahr beschloss der Rosenheimer Stadtrat die nötige Sanierung eines Teils des Daches und des Dachgeschosses im Rathaus. Eindringende Feuchtigkeit setzte dem Bauwerk stark zu. Zunächst ging die Stadtverwaltung von Kosten in Höhe von rund 734.000 Euro für die Erneuerung aus. Die endgültige Kostenberechnung für den Bauteil II, den südöstlichen Bereich des Rathauses, liegt jetzt aber deutlich höher.

Wassereinbrüche fast im gesamten Bereich

In ausnahmslos jedem Gewerk, das zur Sanierung nötig ist, fallen nun Mehrkosten im Vergleich zur Schätzung an. "Es ist nicht richtig isoliert, Dachziegel werden nicht mehr hergestellt oder auch elektrische Installationen sind nicht mehr erlaubt", berichtete Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Rahmen der Hauptausschusssitzung am Dienstag. "Man möchte schier verzweifeln", so Bauer und weiter: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles ist." Die Situation und der Zustand des Daches im Mittelgebäude und dem nordwestlichen Gebäudeteil seien derzeit noch unklar. Das Problem: Die Konstruktion in den beiden anderen Teilen sei zwar jünger, größtenteils aber baulich identisch. "Die ganze Sache schlägt uns stark zurück", so Bauer deutlich getroffen. Man könne dankbar sein, dass bisher nichts passiert sei.

Insgesamt steigern sich die Kosten um rund 500.000 Euro, beinahe eine Verdoppelung der ursprünglichen Schätzung. Bei der Haustechnik sorgt eine gesetzliche Änderung dafür, dass beinahe alle elektrischen Anlagen neu installiert werden müssen, Mehrkosten hier rund 167.000 Euro.

Die Untersuchung eines Statikers habe weiter aufgezeigt, dass die Sparren, schräge Stützbalken des Daches, nicht in ausreichender Breite ausgeführt wurden. Zudem müsse die Dachhaut komplett getauscht werden und deshalb auch neue Ziegel zum Decken verwendet werden. Die älteren Modelle werden mittlerweile nicht mehr hergestellt. Mit rund 133.000 Euro schlagen diese Maßnahmen zu Buche.

Im Bereich Trockenbau müssen Wände und der Bereich, auf dem das Dach aufliegen soll, erneuert werden. Mehrkosten: rund 75.000 Euro. Alle Maßnahmen zusammen ließen dann auch die Baunebenkosten in die Höhe schnellen. Satte 115.000 Euro mehr muss die Stadt hier für die Planungen ausgeben. Insgesamt muss die Stadt also statt wie bisher angenommen 734.000 Euro, nun rund 1,2 Mio. Euro investieren.

"Mit einer Verdoppelung hätte ich nicht annähernd gerechnet",

erklärte Oberbürgermeisterin Gabriele abschließend. Schäden müssten in Zukunft definitiv früher erkannt werden, auch wenn man auf viele Faktoren schlicht keinen Einfluss habe, ergänzte CSU-Sprecher Herbert Borrmann. Am Ende sprach sich der Hauptausschuss einstimmig für die Maßnahmen aus. Die Verwaltung wurde zusätzlich beauftragt, den Zustand der restlichen Gebäudeteile zu ermitteln.

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