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Die Nacht der Untoten in der Region

Was an „Halloween“ erlaubt ist - und wann die Polizei vor der Tür steht

Halloween am 31. Oktober
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Damit „Halloween“ im Rahmen bleibt, ist die Polizei verstärkt mit Kontrollen am 31. Oktober unterwegs und appelliert wie hier in einem Post auf Instagram an die Vernunft der Bürger.

Gruselige Fratzen, unheimliche Kostüme, „Süßes oder Saures“ - „Halloween“ hat sich in der Region schon lange zu einem beliebten Brauch entwickelt und wird vielerorts gefeiert. Dass Parties und Streiche allerdings im Rahmen bleiben, darauf hat die Polizei in dieser Nacht ein besonderes Auge.

Rosenheim/Landkreise - „Wir freuen uns über jedes kreative Kostüm, das in der gruseligsten Nacht des Jahres ausgeführt wird“, betont Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd; im Gespräch mit rosenheim24.de.

Allerdings müssten Streiche, Feiern und Unternehmungen auch in der „Halloween“-Nacht im Rahmen bleiben. Denn der 31. Oktober sei mitnichten ein „Freifahrtsschein“ oder „rechtsfreier Tag“.

Damit trifft Sonntag den Tenor des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, der ebenfalls vor „übertriebenen ‚Halloween‘-Scherzen in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November“ warnt.

Polizeistreifen „sehr aufmerksam“ an „Halloween“

Hauswänder mit Eiern zu bewerfen oder Mülltonnen zu demolieren überschreitet das Maß des Feierns, ist laut Sonntag verboten und strafbar. In einer Gruppe können auch die mitbestraft werden, die selbst keinen Schaden angerichtet haben und „nur“ dabei waren. Für Kinder unter 14 Jahren haften die Eltern.

Darauf wirft die Polizei ein besonders Auge, wie der Polizeisprecher weiter erklärt. Zwar gehe man im Prinzip nicht viel anders als in Vorjahren vor und decke die Kontrollen aus dem normalen Regelbetrieb der örtlichen Polizeistationen heraus ab - doch man sei durchaus „sehr aufmerksam“.

„Die jungen Menschen sollen wieder so feiern wie sie es möchten - gerade nach den Pandemiejahren. Aber wir legen Wert auf Vernunft und Anstand. Wenn Streiche übers normale Maß hinaus gehen, andere geschädigt werden oder es übertrieben wird mit dem Feiern greifen wir natürlich ein“, unterstreicht der Polizeisprecher.

Jeder darf furtgehen, doch um zwei Uhr nachts kehrt Ruhe ein. Beim Reformationstag am 31. Oktober handelt es sich um einen Feiertag der evangelischen Christen und den 1. November feiern die katholischen Christen als „stillen Feiertag“.

An das Tanzverbot müssen sich auch Diskos und Privatparties halten. „Hier bitten wir um Rücksicht auf jene, die an diesem Tag ihrer Verstorbenen gedenken und den Fokus nicht auf Vergnügen und Spaß legen“, betont Sonntag.

Horror-Clowns „wollen wir nicht noch einmal erleben“

Die Erfahrung der letzten zehn Jahre zeigt, in den Landkreisen Rosenheim, Altötting, Mühldorf am Inn, Traunstein und dem Berchtesgadener Land passiere „Gott sei Dank wenig“. Allerdings gebe es immer ein paar dumme Streiche, die über lustige Späße hinaus gehen und den Bogen des Brauchs überspannen.

Sonntag erinnert dabei neben diversen Sachbeschädigungen vor allem an den Hype um die sogenannten Killer-, Grusel- oder Horror-Clowns, die 2016 nach ersten Vorkommen in den USA auch verstärkt in Bayern unterwegs waren.

Mit unheimlichen Fratzen erschreckten sie Leute bis ins Mark und versetzten Jung und Alt in Panik. „Das ist natürlich nicht mehr lustig und geht zu weit. So etwas wollen wir nicht noch einmal erleben.“

Auch die Polizei hat Freude an der gruseligsten Nacht des Jahres

Ansonsten seien kleinere gruselige Streiche, die von Sachbeschädigungen weit entfernt seien, „vollkommen in Ordnung.“ Denn schließlich freue sich auch die Polizei mit den Kindern, die als Hexen, Skelette und Zombies verkleidet um die Häuser ziehen und mit großen Augen Süßigkeiten einheimsen.

„Das ist bei uns ein netter Brauch und wenn alles im Rahmen bleibt, haben auch wir eine Freude an der gruseligsten Nacht des Jahres“, schließt Sonntag seine Erklärungen.

Hintergrund: Woher kommt eigentlich „Halloween“?

Auch wenn das Grusel-Fest in den USA sehr beliebt ist, seinen Ursprung hat es in Europa: Erste Belege für „Halloween“ finden sich in Irland und Schottland. Ursprünglich luden die Menschen am Vorabend von Allerheiligen zu Festessen ein, sogenannten „All Hallow‘s Eve“, wovon sich auch der Name „Halloween“ ableitet. Kinder zogen an diesem Abend von Haus zu Haus, um Spenden zu erbetteln.

Mit dem Auswandern der Iren nach Amerika kam der Brauch in die Staaten und wird dort seither gefeiert, denn in den USA ist „Halloween“ ein großes Familien- und Nachbarschaftsfest. Überall finden öffentliche Parties und Veranstaltungen statt, Kinder ziehen verkleidet von Haus zu Haus und rufen „Trick oder Treat“.

US-Soldaten, die in Europa stationiert waren, sowie Filme und Serien, machten „Halloween“ auch bei uns bekannt. Über die Jahre ist der Brauch auch in Deutschland angekommen und wird - wenn auch nicht so ausgiebig wie in Amerika - auch in der Region als Fest zelebriert. Deutsche „Halloween“-Fans stecken an diesem Abend gerne in unheimlichen Verkleidungen, mimen Hexen, Geister oder Zombies.

mb

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