Wegen Geh- und Radweg

Fürstätter Landwirte sind sauer auf die Stadt

Rosenheim - In Fürstätt rumort es. Die dort ansässigen Landwirte sind sauer über eine Veränderungssperre für einen Geh- und Radweg, die der Stadtrat nun erlassen hat.

Wie das Oberbayerische Volksblatt in seiner Mittwochsausgabe berichtet, sei der Weg wichtig als Zugang zur Grund- und Mittelschule Fürstätt. Die Landwirte, die links und rechts davon Felder bewirtschaften, erfuhren von diesem Beschluss aber offenbar erst aus der Zeitung.

Und nun sind sie sauer. "Der Weg hat in dieser Form keine Zukunft", sagte Bauer Josef Daxlberger dem OVB. Das Ganze sei zu gefährlich für die Kinder, wenn dort zum Beispiel ein großer Feldhäcksler mit Mähwerk unterwegs sei. Dabei würden trotz Schutzvorrichtungen zum Beispiel Steine herumgeschleudert. Zudem müssten die Landwirte ihre Arbeiten immer wieder unterbrechen, wenn sich auf dem Weg Fußgänger oder Radfahrer befänden. Zudem beklagt Daxlberger mangelnde Kommunikation: "Die Stadt hätte mit den Besitzern vor der Entscheidung für die Änderungssperre sprechen müssen!"

Die Stadt verteidigt den Beschluss. Dieser solle verhindern, dass "bauliche Anlagen beseitigt werden", also dass der Weg möglicherweise zugesperrt wird. Zudem bemühe sich die Stadt weiter um den Erwerb der weiteren Wegeflächen, bislang jedoch meist ohne Einigung mit den jeweiligen Eigentümern. Ein (kleiner) Teil gehört der Stadt bereits. 

Der von Daxlberger als Alternative ins Spiel gebrachte alte Kirchweg scheidet nach Einschätzung der Stadt aus, da dort laut Baudezernent Cybulska ein Fahrsilo liegt und deswegen landwirtschaftlich noch stärker genützt würde. Das sei für Schulkinder zu gefährlich. Fehlende Kommunikation wollte sich Cybulska nicht vorwerfen lassen: "Wir haben jahrelang verhandelt, ohne Ergebnis!"

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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